Naturklänge in Karolinas Café

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Zur Musik, die Rolf Mönnighoff auf dem Hang spielte, tanzten die Kinder in Karolinas Café.

Lüdenscheid - Seit mehr als 15 Jahren beschäftigt sich der Musiker Rolf Mönnighoff mit obertonreichen Naturinstrumenten. In Karolinas Kunst & Musikcafé an der Werdohler Straße zeigte Mönnighoff am Mittwoch dem interessierten Publikum zum einen die Vielseitigkeit dieser Instrumentengattung, zeichnete gleichzeitig aber auch wunderschöne Klanggemälde, die geeignet waren, die Zuhörer in Phantasiewelten zu versetzen.

Dabei wurden die Gäste aktiv dazu aufgefordert, nicht nur zuzuhören, sondern auch einige der Instrumente selbst auszuprobieren. Dies war zum Beispiel mit den Koshis, in Frankreich gefertigten Windspielen, möglich. Im Mittelpunkt der musikalischen Darbietungen stand allerdings das Hang (Berndeutsch für „Hand“), welches der Familie der Idiophone (Selbstklinger) zuzurechnen ist. „Das Hang wurde im Jahr 2000 von zwei Schweizern erfunden“, erklärte dazu Rolf Mönnighoff.

Nur auf den ersten Blick erinnert das Instrument entfernt an eine Steeldrum, ist jedoch im Gegensatz zu diesem Instrument nicht nach innen, sondern nach außen gewölbt. Im Stahlblech befinden sich unterschiedliche Klangfelder, denen mit der Hand auf unterschiedliche Weise Töne entlockt werden können. „Der Klang ist dabei viel feiner als bei einer Steeldrum“, bringt der Musiker seine Begeisterung für das Instrument zum Ausdruck. Davon konnten sich dann auch die Gäste in Karolinas Kunst & Musikcafé überzeugen – weich, voluminös und durchdringend präsentierte sich der Sound dieses außergewöhnlichen Instruments, der sich gleichermaßen sanft und kraftvoll im Gehörgang festsetzte.

Als ebenso meditativ, wenn auch auf eine ganz andere Art, erweist sich der Klang des Didgeridoos. Das traditionelle Instrument der australischen Ureinwohner präsentierte Rolf Mönnighoff in einer ausziehbaren Variante – je länger der Schaft des Instruments, desto tiefer war die Tonlage. Spielt man mit mehreren Musikern, ist es möglich, das Didgeridoo mit dem Klang einer indischen Shruti-Box zu begleiten und damit der Musik eine weitere Facette hinzuzufügen. Mit der Box kann der Musiker einen Grundton erzeugen, auf den eine Stimme oder der Klang eines anderen Instruments „aufgesetzt“ werden kann. Da Mönnighoff an diesem Abend als Solist aktiv war, kamen die beiden Instrumente getrennt zum Einsatz.

Weil die ebenso meditative wie spirituelle Musik hervorragend dazu geeignet war, im Kopf der Zuhörer Phantasiebilder lebendig werden zu lassen, war auch Künstlerin Ulrike Wagner in Karolinas Café zu Gast. Sie ließ sich direkt vor Ort von der Musik inspirieren und erstellte dazu abstrakte Bilder. Die Zuhörer hatten später ebenfalls die Möglichkeit, ihre Gedanken zur Musik auf der Leinwand zu verewigen.

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