Noch jede Menge zu tun bis Mai

Nattenberg: Vorbereitungen für Freibad-Saison laufen

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Andreas Santen, hier am Springerbecken, führte einmal quer über das Gelände.

Lüdenscheid - Das Team um Badleiter Jörg Hempel hofft, dass die ersten richtig sonnig-warmen Tage schon im Mai kommen – dann könnte die Freibadsaison am Nattenberg früh eröffnet werden. Doch bis dahin haben die Mitarbeiter noch alle Hände voll zu tun, um die Anlage startklar zu machen.

Und zumindest für diese Woche ist der Wetter-Wunsch ein anderer: Nieselregen. Der erleichtert die Reinigung und Inbetriebnahme des Freibad-Herzstücks nämlich ungemein, wie Schwimmmeister und Schichtleiter Andreas Santen beim Rundgang über das Gelände erklärte.

In dem 1,20 Meter tiefen Haupt-Outdoor-Becken steht aus Frostschutz-Gründen derzeit noch altes Wasser und auf dem Edelstahlboden haften Algen und Laub – „eben alles, was die Natur über den Winter so hineingetragen hat“, sagte Santen. Doch jetzt sind die Mitarbeiter dabei, das Becken herzurichten.

Neues Wasser für das Becken

Schwimmmeistergehilfin Antje Juchems reinigt die Rinnen des Beckens.

Am Montag hat Schwimmmeistergehilfin Antje Juchems mit dem Hochdruckreiniger die Rinnen rund um das Becken gereinigt. Die restlichen Vorbereitungen sollten Dienstag oder Mittwoch in einem Rutsch folgen, wie Santen erklärte. Und so passiert es jedes Jahr vor dem Saisonstart: Das schmutzige Wasser wird abgelassen und der Edelstahlboden mit dem Hochdruckreiniger gesäubert. „Um die Algen abzubekommen, brauchen wir dank des Edelstahlbodens nicht mal Chemie. Nieselregen statt Sonne ist aber hilfreich, da die Sonne Algen schnell trocknet und diese sich dann nicht mehr so leicht entfernen lassen.“

Der Boden muss vor Sonneneinstrahlung geschützt werden

Direkt im Anschluss muss neues Wasser ins Becken gelassen werden, denn ansonsten besteht die Gefahr, dass sich der Edelstahlboden bei Sonneneinstrahlung und Hitzeentwicklung verformt. „Das Wasser wird auch gechlort. Aber die Wärme führen wir erst kurz vor der Eröffnung zu – alles andere wäre Verschwendung.“

In den kommenden Tagen, sagte Santen, wird auch das Kinderbecken mit Wasser gefüllt, das verschiedene Ebenen hat und in der Tiefe zwischen 15 und 35 Zentimetern variiert. „Aus diesem Becken mussten wir vor dem Winter allerdings das Wasser ablassen, da es so flach ist, dass es sonst ganz zugefroren wäre“, berichtete Santen.

Das Sonnensegel hat das Team vorsichtshalber bereits darüber gespannt – zum Schutz des Edelstahlbodens.

Frühjahrsputz für die ganze Anlage

Das Sonnensegel schützt den Boden vor Sonneneinstrahlung.

Und viele weitere Elemente des Freibads haben sie dem großen Frühjahrsputz bereits unterzogen: Das fünf Meter tiefe Springerbecken ist gereinigt und mit Wasser befüllt worden – und auch die Sprungtürme erstrahlen dank des Hochdruckreinigers in frischem Glanz. Die Sprungbretter sind aus ihrer winterfesten Verpackung befreit worden und auf ihre Betriebssicherheit geprüft worden. Vorbereitungen im Zeitplan Die Bodenplatten auf dem ganzen Gelände sind sauber und Lücken in den Fugen bereits mit Sand verfüllt.

Gartenbauunternehmen pflegt die Umlage

Auf dem Putzplan für die nächsten Tage stehen die Liegen und der Pavillon mit den Schließfächern. Die Mülltonnen, die über den Winter eingelagert waren, müssen gleichmäßig verteilt werden. Und einige große Stufen, auf denen es sich Badegäste oft bequem machen, werden noch gerichtet.

Ein Gartenbauunternehmen übernimmt derweil einen Teil der Grünpflege, da das Freibad-Team diese nicht allein bewältigen kann: Die Bäume sind bereits zurückgeschnitten, der Rasen ist schon einmal gemäht worden und an der ein oder anderen Stelle wird Laub abtransportiert.

Kaugummis, Haare und Heftpflaster aus dem Wasser filtern

Und auch hinter den Kulissen passiert noch viel mehr. Die Schwimmmeister- und Gesellen sorgen dafür, dass in der Technik alles glatt läuft. Aus den Becken läuft während der Saison permanent Wasser in die Rinnen am Beckenrand.

Von dort aus wird es über Rohre zu den großen Filtern unter der Erde transportiert und dort gereinigt – Santen: „Es wird alles herausgefiltert, was sich sammelt, zum Beispiel Haare, Heftpflaster oder Kaugummis. Da finden wir so einiges. Aber am Ende ist das Wasser wieder rein.“

Eine neue Batterie für die Uhr am Pavillon

Noch schimmert das Wasser grün, doch dabei soll es nicht länger bleiben.

Insgesamt bewegt sich das Team voll im Zeitplan: „Bis Mai sind wir fertig und dann kann es losgehen.“ Eine kleine Aufgabe am Rande wartet dennoch: Die Uhr am Pavillon ist stehengeblieben. Schon bald soll eine neue Batterie eingesetzt werden – und dann dreht sich die Zeit weiter und mit ihr strömen, so hofft das Freibad-Team, viele lebenslustige Familien zum Nattenberg.

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