„Allegro“ in der Pelmke

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Das Kunstobjekt „Allegro“, befestigt an der Gebäudefassade des Kulturzentrums Pelmke.

Lüdenscheid - „Das war eine echt coole Sache!“ Natale Curatolo ist noch immer erfüllt von den Erinnerungen an das Kunstspektakel „Exhibition“ im Hagener Kulturzentrum Pelmke. Als einer von rund 50 Künstlerinnen und Künstlern durfte der Maler mit italienischen Wurzeln, der sich in Lüdenscheid vor allem im Rahmen von Famo und bei Workshops in der Städtischen Galerie einen Namen machte, seine Kunst zeigen.

„Exhibition“ bedeutet in seiner Übersetzung eine Kunstausstellung, eine Werkschau, eine Messe. Gab es diese Veranstaltung in der Vergangenheit nur alle paar Jahre, bot das Hagener Kulturzentrum nach 2012 und 2013 auch 2014 wieder regionalen Künstlern aller Genres die Möglichkeit, ihre Kunst einem breiten Publikum vorzustellen. Einerseits verwandelte sich die Pelmke in eine bunte Galerie, auf der anderen Seite aber auch vom Keller bis zum Dach in eine Aktionsbühne mit Malerei, Rauminstallationen, Fotografie, Performance, Kleinkunst, Musik, Theater, Tanz, Lyrik, Film- und Videokunst. Mittendrin: Natale Curatolo mit seinen Edelstahl-Exponaten. Insgesamt 15 Arbeiten durfte er ausstellen. Eine imposante Plastik war acht Meter hoch und wurde mit einem Kran von außen an der Fassade des Kulturzentrums angebracht. „Ich lasse mich von meinem Alltag inspirieren“, sagt der Künstler über sich und verarbeitet alte und neue Gegenstände oder Werkstoffe in seiner Kunst. Als gestalterischer Grund fungiert Edelstahl: „Malen war schon immer meine größte Leidenschaft. Zur Zeit konzentriere ich mich auf neue plastische Formen, die mit Edelstahl, Acryl und anderen Materialien gefertigt werden.“ Dem Künstler eröffnet diese Form der Arbeit ein Höchstmaß an Kreativität.

Die Hagener „Exhibition“ ist nicht nur eine Veranstaltung für sondern vor allem „von“ Teilnehmern und Gästen. So war Natale Curatolo vor allem begeistert von einer Aktion, bei der Leinwände auf Rollen an der Außenfassade angebracht waren, auf die jeder Gast seinen ganz persönlichen künstlerischen Gruß hinterlassen durfte. Die Leinwände wurde sukzessive nach oben hin aufgerollt, so dass am Ende ein durch die Besucher konzipiertes künstlerisches Banner entstand.

Bereits zwei Wochen vor der „Exhibition“ konnte man schon einige Werke der Künstler in acht Ladenlokalen in Hagen-Wehringhausen bewundern. Die eigentliche Idee dahinter war es, möglichst viele Bilder in leerstehenden Ladenlokalen auszustellen – „Gegen die Trostlosigkeit“, hieß es.

Das nächste Projekt ist für Natale Curatolo bereits in Sichtweite: In der Galerie Klee an der Brügger Höh wird der Künstler, der mit 17 Jahren seine erste Ausstellung im Rathaus in Schalksmühle zeigte, vom 24. August bis zum 24. Oktober seine Werke präsentieren. - rudi

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