Natale Curatolo stellt Acht-Meter-Plastik „Allegro“ in der Sparkasse aus

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Vorstandsvorsitzender Klaus Erger (l.) mit Natale und Teresa Curatolo vor „Allegro“.

Lüdenscheid - Sein Name ist „Allegro“ und er hat praktisch alles, was Damen am starken Geschlecht zu schätzen wissen: Er ist schlank, strahlt Fröhlichkeit und Optimismus aus und hat eine stattliche Körpergröße, nämlich stolze 8,10 Meter. Noch bis einschließlich 13. September ist er in der Hauptstelle der Sparkasse am Sauerfeld zu sehen.

Leider ist der Traumtyp aus Edelstahl und deshalb nicht sehr gesprächig, aber auch daran könnte sein Schöpfer Natale Curatolo sicher noch arbeiten. Darüber hinaus ist ein weiterer, nicht auf den ersten Blick offensichtlicher Vorteil von „Allegro“ nicht von der Hand zu weisen. Denn man kann das imposante „Kerlchen“ zusammenrollen und bei einem Gesamtgewicht von nur rund 17 Kilo (inklusive Kantenschutz und Kette zum Aufhängen) mit nur wenig Anstrengung überallhin mitnehmen. „Wir stellen bei uns zum ersten Mal ein solch ausladendes Kunstwerk aus“, erklärt Kai Pritschow von der Marketingabteilung der Sparkasse. Er eröffnete die Ausstellung von Natale Curatolo, die noch zahlreiche weitere mit Stahl, Kupfer, Schiefer und Acrylfarben geschaffene Werke beinhaltet, am Montag zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden Klaus Erger.

Diesen interessierte vor allem, wo der Künstler die Möglichkeit und den Platz findet, an einer derart großen Skulptur zu arbeiten. Nicht nur den Platz, sondern auch einen großen Teil seines Arbeitsmaterials erhält Curatolo durch seinen Arbeitgeber, die Firma Outokumpu Nirosta Precision GmbH in Dahlerbrück, wo Curatolo seit 24 Jahren arbeitet. „Hier kann ich an den Wochenenden ungestört an meinen Bildern und Plastiken arbeiten“, erklärt der Künstler, der sich ausdrücklich bei seinem Arbeitgeber für die Unterstützung bedankte. Schließlich hätte „Allegro“, die Hauptattraktion der Ausstellung, ohne die Hilfe des Dahlerbrücker Unternehmens nie das Licht der Welt erblicken können. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ausstellungsstücken ist diese Skulptur unverkäuflich. Wer „Allegro“ allerdings, zum Beispiel für Events, mieten möchte, stößt bei seinem Schöpfer jederzeit auf offene Ohren.

In jeder Hinsicht ungewöhnlich sind auch die übrigen Arbeiten des Künstlers, die sich überwiegend als deutlich handlichere Mittel- und Kleinformate präsentieren. Obwohl auch das eine oder andere reine Gemälde in der Ausstellung zu finden ist, handelt es sich bei den meisten Exponaten um Collagen mit Materialien wie Kupfer, Schiefer, Blattgold sowie Acrylfarbe, die in erhabener, plastischer Form aufgetragen wurde. Überwiegend fungiert dabei Edelstahl als Gestaltungsuntergrund. Die meisten Exponate der Ausstellung waren noch nie öffentlich zu sehen, nur eine Handvoll älterer Werke kamen bereits in früheren Präsentationen des Künstlers zum Einsatz.

Auch Natale Curatolos Ehefrau Teresa war bei der Ausstellungseröffnung mit dabei. „Meine Frau ist meine schärfste Kritikerin – manchmal höre ich auf sie, manchmal auch nicht“, sagt der Künstler mit einem Augenzwinkern. Auf jeden Fall hat sich Curatolo zum Ziel gesetzt, zunächst sich selbst mit jedem seiner Kunstwerke zu überraschen. „Denn wenn ich überrascht bin, ist es bestimmt auch der Betrachter.“ Von der Wirkung der Exponate können sich die Besucher der Sparkasse noch bis einschließlich Freitag, 13. September, zu den regulären Öffnungszeiten überzeugen. - Von Björn Othlinghaus

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