Geschützte Wortmarke

Namensrechte verletzt: Darum muss sich Lüdenscheider Kita umbenennen

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Die SOS-Kita Pfützenhüpfer wird voraussichtlich im November die ehemaligen Räume des Bürofachmarkts Sasse beziehen.

Lüdenscheid – Eine Kindertagesstätte in Lüdenscheid musste kurzfristig ihren Namen ändern, weil sie Namensrechte verletzt hat.

Erst 2018 hat das SOS-Kinderdorf die Trägerschaft der ehemaligen katholischen Kindertagesstätte (Kita) St. Hedwig am Hüttenberg übernommen (wir berichteten). Doch seitdem haben sich viele Pläne des Trägers zerschlagen, nun ist er sogar gerade erst einer Strafzahlung entgangen. Der Grund: Markenrechte wurden verletzt. 

Aber von vorne: Nach einigen Überlegungen hat das SOS-Kinderdorf vergangenes Jahr endlich einen anscheinend geeigneten Namen für die neue Kita gefunden: Pfützenspringer sollte sie heißen, der Name wurde öffentlich gemacht und entsprechende Logos angefertigt. 

Post aus Hamburg

„Wir fanden das passend, der Bezug zu Lüdenscheid mit viel Wasser, Regen und dem aktiven Gedanken dahinter, das passt zu einer Kita“, sagt Andreas Marder als Bereichsleiter der Verwaltung. 

Doch Anfang des Jahres gab‘s Post aus Hamburg, samt einer Ankündigung, dass das SOS-Kinderdorf mit dem Namen Pfützenspringer Markenrechte verletze und sie diesen deshalb bis Anfang April ändern müssen – sonst folge eine Strafzahlung. 

Geschützt hat sich die Wortmarke in 2014 die Kindertagespflege Pfützenspringer GbR in Hamburg – seitdem darf die Marke nicht mehr für Veranstaltungen und die Durchführung von Ausflügen, in Erziehung und Unterricht, pädagogischer Beratung und eben auch nicht mehr für den Betrieb von Kindergärten genutzt werden. 

Aus Pfützenspringer wurde Pfützenhüpfer, aber immerhin das Kita-Logo durfte bleiben.

„Das mag man nicht meinen, dass so was geschützt ist. Letzten Endes war das einfach ein Wortspiel – aber so lernt man dazu“, sagt Marder. Eine Lösung war aber schnell gefunden: Aus Pfützenspringer machte das SOS-Kinderdorf kurzerhand die SOS-Kita Pfützenhüpfer. „Das klingt nicht mehr ganz so charmant, aber so ging alles ohne viel Aufwand weiter.“ 

Davon hat die SOS-Kita ohnehin reichlich: Wie berichtet, sollten die Kinder nach einer Sanierungsphase eigentlich von der Übergangslösung in den Pavillons an der Parkstraße zurück in die Räume in Gevelndorf ziehen. Allerdings hat sich das wegen des erheblichen Schadens am Hüttenberg zerschlagen. Voraussichtlich im November werden sie stattdessen in die Räume des ehemaligen Büromarkts Sasse ziehen.

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