„Teppichklopfer“ landet am Klinikum

Nächtlicher Flug-Einsatz schreckt auf

Lüdenscheid - Die Verlegung eines Patienten vom Klinikum Hellersen in eine Spezialklinik beschäftigte in der Nacht von Sonntag auf Montag nicht nur Einsatzkräfte der Feuerwehr, sondern auch viele Lüdenscheider sowie die Facebook-Gemeinde von „Du bist Lüdenscheider wenn...“.

Während die Feuerwehr-Leitstelle von einer „ganz banalen, ganz normalen Geschichte“ sprach, schossen im Internet wildeste Spekulationen ins Kraut: Demnach kreisten „seit Stunden“ gleich „mehrere Hubschrauber“ von „Google“ oder „dem Geheimdienst“, von Heedfeld bis Paulmannshöher Straße über der Stadt – wahlweise wegen Personensuche, eines Autobahnunfalls oder auf Einbrecherjagd. Zum tatsächlichen Hintergrund: Ein SAR (Search and Rescue/ Suche und Rettung)-42-Hubschrauber der Bundeswehr vom Typ UH-1B sei erfahrungsgemäß für Notfallverlegungen im Einsatz, weiß LN-Fotograf Thomas van de Wall, selbst seit der Bundeswehrzeit Flieger. Ein solcher Hubschrauber – wegen laut knallender Fluggeräusche auch „Teppichklopfer“ genannt – sei hier bei Nachtlandungen darauf angewiesen, dass die Feuerwehr den Landeplatz ausleuchte; trotzdem müssten Piloten, wenn sie die Stadt nicht kennten, unter Umständen eine Weile suchen. Eine feste Beleuchtung für den Landeplatz ist am Klinikum nicht vorhanden. Sie wäre, heißt es, zu teuer, zumal Nachtlandeeinsätze auch selten vorkämen.

Kurz vor Mitternacht leuchtete die Feuerwehr jedenfalls nach Angaben der Leitstelle den Landeplatz aus, wobei sie gegebenenfalls zusätzlich mit Blaulicht auf die Stelle aufmerksam machen können. Es habe nur eine Landung gegeben, so Klinikum-Pressesprecher Thomas Köppelmann. - sum

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