Gefahr droht bei Waldspaziergängen

Nächster Sturm im Anmarsch: Baum im Gleis zwischen Iserlohn und Kalthof

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Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis 100 km/h werden im MK am Mittwoch erwartet.

[Update 22.11 Uhr] Märkischer Kreis - Die Menschen im Märkischen Kreis müssen sich auf den nächsten Sturm einstellen. Laut Deutschem Wetterdienst werden am Mittwoch Böen bis zu 100 km/h erwartet. Schon jetzt hat der Wind wieder spürbar aufgefrischt - mit Folgen: Die Bahnstrecke der RB53 zwischen Iserlohn-Kalthof und Iserlohn ist wegen eines umgestürzten Baumes gesperrt.

Auf "Sturm Eberhard" folgt "Sturm Franz": Der Deutsche Wetterdienst hat über die Warn-App NINA eine Warnung der Stufe 2 vor Sturmböen herausgegeben. Sie betrifft den gesamten Märkischen Kreis. In höheren Lagen können die Böen aber heftiger ausfallen.

Demnach treten Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 60 km/h (17m/s, 33kn, Bft 7) und 75 km/h (21m/s, 41kn, Bft 9) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. Bei Beaufort 9 können einzelne Äste herabstürzen. Diese Warnung gilt zunächst bis 3 Uhr am frühen Morgen.

Sturmeinsätze der Werdohler Feuerwehr

Die Unwetterzentrale, ein privater Wetterdienst, hat eine Warnung der Stufe Orange vor Sturm/Orkan bis Mittwoch um 18 Uhr herausgegeben. Demnach werden für Mittwoch Windstärken bis 90 km/h angekündigt. 

Sturm "Eberhard" wütet in Lüdenscheid und MK

Am Dienstagabend twitterte die DB Regio NRW, dass die Bahnstrecke Dortmund-Iserlohn wegen umgestürzter Bäume blockiert sei. Konkret befindet sich die Stelle, an der der Baum ins Gleis fiel, zwischen Iserlohn und dem nördlichen Stadtteil Kalthof. Ein Ersatzverkehr mit einem Bus ist für diesen Streckenabschnitt bereits eingerichtet worden.

Im Tagesverlauf des Mittwoch ist weiter zunehmender Wind zu erwarten, wie aus dem Warnlagebericht des Deutschen Wetterdienst für ganz Nordrhein-Westfalen hervorgeht. 

In der zweiten Nachthälfte zu Mittwoch gebe es vorübergehend eine leichte Windabschwächung, gebietsweise aber weiterhin starke Böen bis 60 km/h (Bft 7), im Bergland Sturmböen zwischen 65 und 85 km/h (Bft 8 bis 9). 

Symbolbil

Mittwochfrüh werden dann verbreitet stürmische Böen bis Sturmböen zwischen 70 und 85 km/h (Bft 8-9), bei Schauern und Gewittern sowie im Bergland schwere Sturmböen (85 bis 100 km/h, Bft 9-10) vorhergesagt. Zudem können vereinzelt Gewitter auftreten, die schwere Sturmböen mit sich bringen können. 

Oberhalb von etwa 600 Metern (betroffen wäre hier das Gebiet um Meinerzhagen) gibt es schon am Dienstagabend Neuschnee und vereinzelt Glätte. Am Mittwoch kann es in diesen Region bis zu fünf Zentimeter Neuschnee geben. 

Sturmtiefs wüten über NRW

Eine schnelle Folge mehrerer Stürme ist für die aktuelle Jahreszeit übrigens nicht ungewöhnlich. "Der Grund dafür sind große Temperaturunterschiede zwischen Nord- und Südeuropa, die in der Atmosphäre zu immensen Luftdruckunterschieden führen", erklären die Experten von wetter.com. Je größer diese seien, desto kräftiger wehe der Wind.

Sturmeinsatz am Sonntag in Lüdenscheid

Als Folge des Sturmtiefs „Eberhard“ vom Sonntag und der neuerlich angekündigten Sturmböen warnt der Leiter des Forstamtes, Jörn Hefendehl, dringend von Waldspaziergängen ab. „In den Baumkronen können Totäste hängen, die beim leichtesten Windstoß herunter geweht werden können.“

Selbst auf Wegen durch die Wälder bestehe ein Verletzungsrisiko. Hefendehl: „Wer meint, trotzdem in den Wald gehen zu müssen, tut dies auf eigene Gefahr und sollte vorher gründlich abwägen, ob ihm das Risiko nicht doch zu groß ist.“

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