Digitale Kontakt-Erfassung

Nachverfolgung von Infektionen: MK setzt auf Luca-App - Städte ziehen mit

Luca Corona
+
Hinter dem persönlichen QR-Code in der Luca-App werden verschlüsselt die Kontaktdaten der Gäste registriert.

Das Gesundheitsamt des Kreises kann ab sofort auf die Daten der Luca-App zugreifen und sie für die Kontaktnachverfolgung nutzen. 

Lüdenscheid - Die Kreisverwaltung bleibe aber auch für weitere Anbieter offen, teilt der Kreis mit. Der Kreis hatte am 11. März verkündet, auf Apps zur Kontaktnachverfolgung setzen zu wollen. „Die digitale Kontaktnachverfolgung muss auch im Märkischen Kreis zum Einsatz kommen. Die Kreisverwaltung hat mit Nachdruck an der Anbindung der Luca-App an das Gesundheitsamt gearbeitet und frühzeitig signalisiert, dass sie die entsprechenden Voraussetzungen schaffen wird, damit die App vor Ort genutzt werden kann“, sagt Landrat Marco Voge. Zuletzt habe der Landrat Kontakt zum Anbieter aufgenommen, um eine zeitnahe Anbindung zu gewährleisten.

Zwischen dem Märkischen Kreis und der culture4life GmbH (Betreiber und Entwickler der Luca-App) wurde ein Kooperationsvertrag unterzeichnet, der dem Märkischen Kreis die Nutzung der App als Modellregion zusichert. Kosten entstehen dem Kreis dadurch nicht. Als Modellregion stehe dem Kreis und seinen 15 Kommunen, aber auch Bürgern, Unternehmen, Verbänden und Kultureinrichtungen die App kostenlos zur Verfügung.

Der Märkische Kreis begrüße die Nutzung beispielsweise durch Wirtschafts- und Kulturverbände, Unternehmen – unter anderem der Gastronomie – sowie Trägern von Pflegeeinrichtungen.

Rund 75 Stellen bereits registriert

Der Märkische Kreis kann die angemeldeten beziehungsweise hinterlegten Einrichtungen, Betriebe und Unternehmen einsehen, teilt Pressesprecher Alexander Bange auf Nachfrage mit. Aktuell seien im Kreis bereits rund 75 Stellen registriert. Eine gesammelte Auflistung und Veröffentlichung dieser Stellen sei zurzeit nicht geplant. In welchen Bereichen und eigenen Einrichtungen des Kreises – beispielsweise Museen – der Einsatz der Luca-App sinnvoll ist, werde derzeit geprüft. „Die digitale Nachverfolgung ist in vielen Stellen zurzeit über die elektronische Terminvergabe und die sich daraus ergebenden Daten bereits möglich“, betont der Kreis. Wo darüber hinaus App-Lösungen genutzt würden, werde der Kreis zu gegebener Zeit bekannt geben.

Stadt richtet System kurzfristig ein

Die Stadt Lüdenscheid wird die Registrierung via Luca-App in seinen Kultur- und Bildungseinrichtungen – Museen, Kulturhaus, Stadtbücherei, Musik- und Volkshochschule – anbieten. Die Vorarbeiten seien geleistet, nun werde das System kurzfristig eingerichtet. Zwölf Scanner und sechs Notebooks wurden dafür laut Stadtpressesprecherin Marit Schulte bestellt. Zudem besorge die Stadt noch Schlüsselanhänger für Bürger, die kein Smartphone haben. Auf den Anhängern kann ein individueller QR-Code gespeichert werden, um über die Luca-App ein- und auszuchecken. she

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare