Nachfrage nach Pedelecs noch gebremst

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Klimaschutz-Beauftragte Sonja Eisenmann setzt auf nachhaltige CO2-Einsparungen durch städtische Pedelecs.

Lüdenscheid - Beim Klimawandel steckt der Teufel im Detail. Vor vier Wochen hat eine städtische Delegation um Klimaschutzbeauftragte Sonja Eisenmann drei hochwertige Fahrräder mit Elektromotor, sogenannte Pedelecs, in Dienst gestellt. Doch die Nachfrage der Rathaus-Beschäftigten tendiert bislang gegen Null.

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Schuld ist laut Eisenmann das Wetter – und die „Dienstanweisung für den Gebrauch von Dienstfahrzeugen“. Die Dienstfahrräder – ein Herren- und ein Damenrad sowie ein Mountainbike – haben 10.000 Euro gekostet. Im Preis enthalten sind Helme, Gepäcktaschen sowie die Ausstattung der Garagenplätze unterm Rathaus, wie die Klimaschutz-Fachfrau sagt. Doch bevor Außendienstler strampeln und CO2-Emissionen reduzieren können, müssen versicherungsrechtliche Fragen geklärt sein.

Die Dienstanweisung stammt von 1974, die Haftpflicht-Frage musste zunächst neu geklärt werden. Die ersten wenigen Sonnentage verstrichen, die Nachfrage blieb zwar niedrig, die Pedelecs blieben trotzdem unter Verschluss. Einer der ersten Nutzer des Herrenrades war Bürgermeister Dieter Dzewas, der am Sonntag in Richtung Schalksmühle durchs autofreie Volmetal rollte. Die Versicherungsfrage ist also inzwischen geklärt. Demnach ist der private Gebrauch der Räder, etwa für die Fahrradtour am Wochenende, laut Sonja Eisenmann „ausgeschlossen“.

Am Sonntag hat das Stadtoberhaupt nach LN-Informationen auf seiner Dienstfahrt zwar noch kein Fahrtenbuch geführt. Das müssen künftig aber alle Nutzer der Rathaus-Pedelecs tun. Am Ende des Jahres will die Klimaschutz-Beauftragte dann anhand der Fahrtenbücher ausrechnen, wie hoch die Einsparungen an CO2-Emissionen gewesen ist.

Fällt das Fazit positiv aus und steigt die Nachfrage der Bediensteten, sollen weitere Pedelecs gekauft werden. Sonja Eisenmann: „Dafür ist ein Budget vorhanden.“

Olaf Moos

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