Nachbarschaftsfest in der Kindervilla

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In einer Kiste konnten sich die kleinen Gäste auf einer Rollrutsche vergnügen.

Lüdenscheid - Anlässlich des einjährigen Bestehens hatte die SOS-Kindervilla für Samstag zum großen Nachbarschaftsfest eingeladen. Und tatsächlich kamen neben Eltern und Kindern auch viele Anwohner der Freiherr-vom-Stein-Straße, um sich die Kindertageseinrichtung anzuschauen, einen Blick in die Gruppenräume, die Puppenküche und den Snoezelenbereich zu werfen.

„Ich habe mir schon lange vorgenommen, einfach mal vorbeizuschauen. Und dann kam die Einladung für das Fest, die ich nur zu gern angenommen habe“, erklärte eine Kindervilla-Nachbarin.

Beim Anblick des Sieben-Zwerge-Landes geriet sie, genau wie zwei andere Damen, die an einer der Führungen teilnahmen, in Verzückung. Mit den Worten „Mein Gott, ist das schön hier“ betrachteten sie die kleinen Kinderbetten und die Schnullergarage. „Da wünscht man sich ja, auch ein Enkelchen zu haben, das hier in den Kindergarten geht.“

Jill Jacobs, Leiterin der SOS-Kindervilla, erklärte den Gästen das pädagogische Konzept der Einrichtung: „Wir haben einen Rahmen für den Tag. Aber im Morgenkreis schauen und hören wir genau hin, wie die Kinder sich fühlen und was sie sich für den Tag wünschen. Wenn sie Lust auf einen Stadtspaziergang haben, machen wir das. Oder wir kochen zusammen, wenn den Kindern danach der Sinn steht. Wir gehen auf die Wünsche und die Bedürfnisse der Kinder ein und halten nicht an einem starren Plan und Konzept fest.“ So verwundert es nicht, dass der Tagesplan im Flur, der über den Ablauf und die Aktivitäten in der Kindervilla Auskunft gibt, erst nach und nach ausgefüllt wird. „Der Plan ist für die Eltern da, um sie zu informieren, was ihre Kinder und wir den Tag über gemacht haben“, berichtete Jill Jacobs.

Es sei von großer Bedeutung, die Eltern mit ins Boot zu nehmen und sie immer umfassend zu informieren, betonte auch Bereichsleiterin Nicole Gabriel. „Die Eltern müssen einfach wissen, was wir machen.“ Diese Art des Umgangs zwischen Eltern, Kindern und Erziehern gehöre in der Kindervilla mit zum pädagogischen Konzept. „Und das ist wohl auch der Grund, warum wir innerhalb eines Jahres so eng zusammengewachsen sind. ‘Wir sind Familie’ ist unser Motto – und dieses Motto lebt hier in der Kindervilla“, berichtete Nicole Gabriel.

Neun Nationalitäten sind in der SOS-Kindervilla vertreten. Diese Vielfalt zeigte sich am Samstag unter anderem durch das reichhaltige, von den Eltern zubereitete internationale Speisenangebot. „Alle haben mitgeholfen, damit hier richtig schön geschlemmt werden kann“, freute sich Nicole Gabriel über das Engagement der Eltern.

Die Kinder nutzten den Tag, um an den zahlreichen Spiel- und Aktionsstationen im Außenbereich der Kindervilla zu toben. Bunt geschminkt und gut gelaunt rutschten und schaukelten die kleinen Villa-Bewohner um die Wette, während ihre Eltern die Zeit für einen Plausch nutzten.

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