Schilderwald am Oenekinger Weg

Nachbarn wundern sich: Stadt im MK unterbricht 30er-Zone auf 50 Meter - zum Beschleunigen

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Eine sehr kurze Strecke, auf der 50 km/h erlaubt sind: Die neue 30-Zone endet etwa 50 Meter vor einer bereits bestehenden 30-Zone im Oenekinger Weg. Eine durchgängige 30-Zone sei laut Stadt zu lang.

Lüdenscheid - Auf der Westfalenstraße, die in den Oenekinger Weg übergeht, gilt seit kurzem Tempo 30. Das Kuriose: Dadurch gibt es auf dem Oenekinger Weg eine Strecke von etwa 50 Metern, auf der zwischen zwei 30-Zonen eine Beschleunigung auf 50 km/h erlaubt ist.

Die neue 30-Zone beginnt von der Kölner Straße kommend kurz hinter dem Abzweig auf die Westfalenstraße und endet auf Höhe des Ehrenmals am Oenekinger Weg. Ein Stück weiter, hinter der Abzweigung zur Gotenstraße, beginnt die schon zuvor bestehende 30-Zone.

Die Schilder sind zwar neu, der Beschluss, eine 30-Zone einzurichten, wurde allerdings schon Ende des vergangenen Jahres in der Ratssitzung gefasst. Sven Prillwitz, Pressesprecher der Stadt Lüdenscheid, erklärt: „Das städtische Verkehrsnetz ist aufgeteilt in Hauptverkehrs- und untergeordnete Straßen. Bei dem genannten Bereich handelt es sich um eine Erschließungsstraße, also einen Bereich mit vielen Wohngrundstücken.“ Außerdem befinden sich an der Straße Rechts-vor-Links-Passagen und hinzukomme der Fußweg zum Ehrenmal. „Unterm Strich handelt es sich also um einen klassischen Bereich für eine Tempo-30-Zone“, begründet Sven Prillwitz die damalige Entscheidung.

Alles nachvollziehbar. Die kurze Strecke, auf der 50 km/h erlaubt sind, hält eine Leserin, die auf diese Stelle aufmerksam machte, jedoch für einen Schildbürgerstreich. Sie fragt, warum die Zonen nicht zusammengefasst wurden. „Dann hätte man an dieser Stelle vier Straßenschilder – zwei Mal Zonenbeginn und zwei Mal Zonenende – gespart“, sagt sie.

„Die Entscheidung fiel bewusst dagegen, da es sonst eine ellenlange 30-Zone wäre“, erklärt Prillwitz. Zum einen dürften nur zu Beginn und am Ende der Zone Schilder angebracht werden, und zum anderen könnte so ein höheres Bewusstsein für die erneute Geschwindigkeitsbegrenzung geschaffen werden. Eine zu lange 30-Zone sei zu Lasten der Fußgänger, weil die Fahrer die Geschwindigkeitsbegrenzung vergessen könnten, berichtet Prillwitz.

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