Anwohner-Ärger in Lüdenscheid

Polizei MK blitzt nach Nachbar-Beschwerden und stößt auf "Raser-Nest"

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Fast jeder zweite Autofahrer war an der Messstelle zu schnell.

Eine Straße in Lüdenscheid ist als Abkürzung beliebt. Anlieger klagen über Raser. Die Polizei wollte es genau wissen und blitzte. Das Ergebnis überrascht alle - außer die Nachbarn. 

Lüdenscheid - Aus Sicht der Anwohner wird der Bereich rund um die Straße Im Olpendahl wahllos als Abkürzung zweckentfremdet. An die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 Stundenkilometern halte sich kaum jemand, sagen die Nachbarn, die am Starenweg - eine Nebenstraße - täglich Raser beobachten. 

„Die Leute nehmen den Starenweg als Abkürzung und rasen hier mit 60, 70 Sachen durch. Viele, die schnell zum Olpendahl wollen, etwa zu den Kindertagesstätten und Schulen dort, wählen diesen Weg. Das stinkt uns“, sagten sie kürzlich. 

Nachbarn übertreiben nicht - wie die amtliche Messung der Polizei ergibt

Nun ist es keine Seltenheit, dass Anlieger die Geschwindigkeiten und die Belastungen durch andere Verkehrsteilnehmer anders wahrnehmen als die Behörden. In diesem Fall allerdings haben die Nachbarn es jetzt schwarz auf weiß: 

Die Polizei postierte sich am frühen Mittwochmorgen zwischen 5.30 und 7.15 Uhr an der Straße Im Olpendahl und kontrollierte die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Heedfelder Landstraße unterwegs waren. Dort gilt Tempo 30. 

Fast jeder zweite Autofahrer war an der Messstelle zu schnell

131 Kraftfahrzeuge passierten in dieser Zeit die Messstelle. Sage und schreibe 53-mal löste der Blitzer aus. Das heißt: 40 Prozent aller Autofahrer waren zu schnell. 45 von ihnen kamen mit einem Verwarngeld davon. Acht erhielten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige. 

Ein Autofahrer ließ alle staunen. Der Tagesschnellste war mehr als doppelt so schnell wie erlaubt. Er wurde mit 61 km/h gemessen. Laut neuem Bußgeldkatalog kostet das 100 Euro, 1 Punkt in Flensburg und einen Monat Fahrverbot.

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