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Nachbarn beklagen „jahrzehntelange Vernachlässigung“ von Landstraße im MK

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Die L694 im Lüdenscheider Ortsteil Brüninghausen sorgt seit Jahren für Frust bei den Anwohnern. Der NRW-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas (Mitte) und der SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Jens Voß (mit Hut) haben das Problem auf dem Schirm.
Die L694 in Brüninghausen sorgt seit Jahren für Frust bei den Anwohnern. Der NRW-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas (Mitte) und der SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Jens Voß (mit Hut) haben das Problem auf dem Schirm. © Hans-Georg Gottfried Dittmann

Die Anwohner an der Platehofstraße (L694) im Ortsteil Brüninghausen sind sauer. Ihre Verbindungsstraße ist seit Jahren marode, die Fahrt zur Arbeit oder zum Supermarkt eine Qual.

Lüdenscheid – Der betonierte Flickenteppich passt zudem so gar nicht zum Neubaugebiet, das dort entstanden ist. Jetzt haben sich der NRW-Landtagsabgeordnete Gordan Dudas und sein Parteigenosse Jens Voß, SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, ein Bild vor Ort gemacht – etwa 20 Anwohner diskutierten am Montag mit den Politikern.

Das Problem sei bekannt, er habe bereits einige Anfragen im Landtag gestellt, sagt Dudas und hofft, dass sich Erfolg einstellt, wenn das Problem regelmäßig angesprochen werde: „Steter Tropfen höhlt den Stein. Ich werde mit meinen Kleinen Anfragen weiter nerven.“ Geduld ist also weiterhin nötig, auch wenn der Faden bei den Anwohnern stark angespannt ist. Das zeigen die Aussagen, die in der Runde mit den SPD-Politikern vor der Brüninghauser Halle fallen.

Die Straße sei nach der letzten Sanierung rasch „wieder zusammengefallen“, da die Fahrbahn nur saniert worden sei, sagt ein Anwohner. Dem kann Voß direkt vor Ort die Zusage machen, dass „die Straße von Grund auf neu aufgebaut“ werde. Das erhöhe zwar die Haltbarkeit, doch müssen die Brüninghausener tief greifende Baumaßnahmen in Kauf nehmen. „Leider müssen dann auch einige Bäume gefällt werden, deren Wurzeln unter den Asphalt.

Kapazitäten von Straßen.NRW werden für A45 gebraucht

Ein anderer Mann in der Runde äußert seine Meinung, wie es zum schlechten Zustand der L694 gekommen sei, deutlicher: „Dass die Straße in die Fritten geht, liegt nicht am Schwerlastverkehr, sondern daran, dass sie jahrzehntelang vernachlässigt wurde.“ Unrecht habe er damit nicht, muss Dudas zugeben. Die zuständige Straßenmeisterei, Straßen.NRW müsse ihre Kapazitäten für die A45 bündeln, die im Verkehrsplan Priorität genieße.

„Es fehlt an Personal“, erklärt der Landtagsabgeordnete schlicht. Zwar sei die Zuständigkeit für Autobahnen und Bundesstraßen am Jahresbeginn an den Bund übergegangen, aber ein Teil der Angestellten sei von Straßen.NRW mitgewandert, der jetzt für die Landesprojekte, wie die L694, fehlt. „Die A45 hat leider Vorrang“, sagt Dudas.

Am Ende können die Anwohner doch noch Positives mitnehmen. Voß will sich im Stadtrat dafür einsetzen, dass für das Neubaugebiet Spielplätze oder andere familienfreundliche Flächen entstehen. „Das haben wir bislang nicht auf der Agenda, ich werde es aber in den Rat und die Gremien einbringen“, verspricht der SPD-Fraktionsvorsitzende.

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