"Andere Lösung wäre besser"

Nachbarn befürchten Streit: Stadt richtet fünf Parkplätze ein - für 16 Autos

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Nachdem ein absolutes Halteverbot in der Wendefläche eingerichtet worden war, ließ die Stadt nun fünf Parkflächen einzeichnen. Das reicht den Anwohnern nicht.

Lüdenscheid - Am Paolaweg am Freisenberg geht es in die nächste Runde. Nachdem die Stadt am Ende der Sackgasse in der Wendefläche ein absolutes Halteverbot erlassen hatte, gab es Proteste der Mieter. Diese zeigten Wirkung, denn die Stadtverwaltung ließ in der vergangenen Woche fünf Stellflächen in der Wendefläche einrichten.

Nach einer Probefahrt mit einem Müllwagen war abgemessen worden, wie viele Parkplätze möglich seien. In den Augen der Bewohner reichen diese fünf Stellplätze jedoch noch nicht aus. Zwölf Mietparteien mit 16 Autos gibt es in den vier Häusern. Sie alle haben vor dem Halteverbot ihr Auto dort abgestellt. Die Anwohner wissen nicht, wohin nun mit ihren Fahrzeugen. Sie befürchten sogar, dass es zu Streit unter den Mietern kommen könnte.

„Ich fahre jeden Tag nach Witten zur Arbeit. Ich hatte mir extra eine Wohnung mit Parkplatz gesucht, damit ich nach der langen Fahrt vor der Tür parken kann“, sagt ein Bewohner. Das sei jetzt nicht mehr möglich. Die fünf Parkplätze seien schnell besetzt.

Ein temporäres Parkverbot für die Tage, an denen der STL kommt, wie es SPD und CDU bei einer Ortsbesichtigung vorgeschlagen hatten, fänden die Bewohner besser. Einer schlug sogar vor: „Wir können die Mülltonnen auch zur Straße bringen. Das wäre noch besser.“

Ein temporäres Halteverbot gefiel der Verkehrsplanung allerdings nicht so gut. Nicht nur für den STL müsse eine Wendemöglichkeit gegeben sein, auch für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr oder Paketdienste.

Die Stadt hatte Kontakt mit der Hausverwaltung aufgenommen, ob der Eigentümer weitere Parkplätze auf dem Privatgrundstück herrichten könne. Die Hausverwaltung befinde sich derzeit jedoch noch in der Planung, wie und in welchem Umfang Stellflächen geschaffen werden können.

Auf den Grünflächen vor beziehungsweise zwischen dem Haus zu parken ist auch keine Option. Das Parken auf Grünflächen sei laut Stadt nicht erlaubt.

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