Vorwurf: Versuchter Mord

Brandstiftung im Mehrfamilienhaus: Verdächtige in der Forensik

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In der Nacht zum 4. August musste die Feuerwehr nach einer mutmaßlichen schweren Brandstiftung zur Düppelstraße ausrücken.

Lüdenscheid - Der Prozess gegen die Frau, die des versuchten Mordes und einer schweren Brandstiftung an der Düppelstraße verdächtigt wird, beginnt aller Voraussicht nach im Februar.

Neue Entwicklungen nach dem Wohnhausbrand in der Nacht zum 4. August an der Düppelstraße: Die 37-jährige Lüdenscheiderin, die in dringendem Tatverdacht steht, den Brand in ihrer Dachgeschosswohnung vorsätzlich gelegt und das Leben ihrer Nachbarn in Gefahr gebracht zu haben, sitzt nicht mehr in Untersuchungshaft. 

Nach einer psychiatrischen Untersuchung der Frau durch den Hagener Arzt Dr. Nikolaus Grünherz wandelte das Amtsgericht den ursprünglichen Haftbefehl in einen Unterbringungsbefehl um. Die Beschuldigte ist nun in der Forensik in Lippstadt-Eickelborn untergebracht.

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Das bestätigt der Lüdenscheider Rechtsanwalt Frank Peter Rüggeberg, der mit der Verteidigung der 37-Jährigen beauftragt ist. Damit scheint klar zu sein, dass die Anklagebehörde zumindest von einer verminderten Schuldfähigkeit der Frau zur Tatzeit ausgeht. Auch die Annahme einer Schuldunfähigkeit steht laut Rüggeberg im Raum. 

Brand in Mehrfamilienhaus in Düppelstraße

Die Folge wäre nach dem Prozess die stationäre Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus oder in einer Entziehungsanstalt. Die Hagener Staatsanwaltschaft hat laut Verteidiger Rüggeberg inzwischen Anklage gegen seine Mandantin erhoben. Der Vorwurf lautet auf versuchter Mord in Tateinheit mit schwerer Brandstiftung. 

Der Prozess wird vor dem Schwurgericht Hagen unter Vorsitz von Richter Marcus Teich eröffnet. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest. Auftakt ist möglicherweise im Februar nächsten Jahres.

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