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Nach versuchtem Mord: Durchsuchung in Lüdenscheid

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Von: Stefan Herholz

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Nach einem versuchten Mord hat die Polizei drei Tatverdächtige festgenommen und mehrere Wohnungen durchsucht - unter anderem in Lüdenscheid.
Nach einem versuchten Mord hat die Polizei drei Tatverdächtige festgenommen und mehrere Wohnungen durchsucht - unter anderem in Lüdenscheid. © picture alliance/dpa

Nach einem versuchten Mord hat die Polizei drei Tatverdächtige festgenommen und mehrere Wohnungen in Hessen und NRW durchsucht - unter anderem in Lüdenscheid.

Die Polizei und Staatsanwaltschaft Kassel haben am Mittwoch einen Ermittlungserfolg im Zusammenhang mit einem versuchten Tötungsdelikt vermeldet, das sich bereits am 25. Juni 2021 im nordhessischen Vellmar ereignet hat. Die Ermittlungen führten die Beamten dabei in den vergangenen Wochen auch nach Lüdenscheid im Märkischen Kreis.

Bereits am 25. und 26. August nahmen Beamte des Polizeipräsidiums Nordhessen in Kassel sowie im nordrhein-westfälischen Dortmund und Ahaus gemeinsam mit den örtlichen Polizeibehörden drei Männer im Alter von 55, 60 und 35 Jahren fest, die nun in Untersuchungshaft sitzen, heißt es in einer Mitteilung von Mittwoch.

Der 55-jährige Mann aus Kassel ist dringend verdächtig, aus Habgier den Mord an dem 56-jährigen Opfer in Auftrag gegeben zu haben. Gegen den 60-Jährigen aus Dortmund und den 35-Jährigen aus Ahaus, die nach derzeitigem Ermittlungsstand in dringendem Verdacht stehen, als Mittelsmänner fungiert zu haben, wurde die U-Haft wegen Beihilfe zum versuchten Mord durch einen Richter beim Amtsgericht Kassel angeordnet.

Die Ermittlungen zu den unbekannten Tätern, die die Tat ausgeführt und sich vermutlich danach ins Ausland abgesetzt haben, dauern dagegen weiterhin an.

Durch Zeugenhinweise, die Auswertung von Spuren und die Ermittlungen der Kasseler Kriminalpolizei war der 55-Jährige in den Fokus geraten. Bei den fortgesetzten Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Kassel und operativen Maßnahmen erhärtete sich schließlich der Verdacht gegen den Mann, der mit dem 56-jährigen Opfer aus Vellmar in einer Geschäftsbeziehung stand.

Er ist dringend verdächtig, den ihm bekannten 60-Jährigen beauftragt zu haben, einen Täter zu engagieren, der den 56-jährigen Vellmarer umbringen sollte. Der 60-Jährige aus Dortmund steht wiederum im dringenden Verdacht, den Auftrag an einen weiteren Mittelsmann, den 35-Jährigen aus Ahaus, weitergeleitet zu haben. Dieser soll schließlich die unbekannten Täter engagiert haben, die sich gemäß dem Auftrag am Tattag zu dem Firmengelände in Vellmar begeben und dem 56-Jährigen die lebensgefährlichen Verletzungen mit verschiedenen Schlagwerkzeugen zugefügt hatten.

Das Opfer hatte bei dem Angriff schwerste Kopfverletzungen erlitten und war bewusstlos geworden. Der Umstand, dass der Geschädigte nach der Flucht der Täter kurzzeitig das Bewusstsein wiedererlangen und den Notruf wählen konnte, rettete sein Leben. Die sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen und intensivmedizinischen Maßnahmen im Krankenhaus führten anschließend dazu, dass sein Zustand stabilisiert werden konnte.

Mit Unterstützung der Polizei aus Nordrhein-Westfalen durchsuchten die Ermittler nach den Festnahmen der drei Tatverdächtigen mehrere Wohnungen und andere Objekte in Kassel, Vellmar, Lüdenscheid, Dortmund, Ahaus und Xanten. Dabei fanden die Kriminalbeamten umfangreiches Beweismaterial, das aktuell noch ausgewertet wird.

Ob und was die Ermittler in Lüdenscheid gefunden haben, ist derzeit noch unklar.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll ein finanzielles Tatmotiv bei dem 55-jährigen Tatverdächtigen vorgelegen haben.

Die weiteren Ermittlungen dauern fort.

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