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Nach Verpuffung: Unterricht an Realschule in Lüdenscheid weiter eingeschränkt

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Von: Stefan Herholz

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Gebäude 2 der Richard-Schirrmann-Realschule in Lüdenscheid
Der Schulunterricht an der Richard-Schirrmann-Realschule bleibt nach der Verpuffung vom vergangenen Mittwoch, wegen der ein Gebäude evakuiert werden musste, vorerst weiter eingeschränkt.  © Martin Messy

Der Schulunterricht an der Richard-Schirrmann-Realschule bleibt nach der Verpuffung vom vergangenen Mittwoch, wegen der ein Gebäude evakuiert werden musste, vorerst weiter eingeschränkt.

Lüdenscheid – Die Kesselanlage und -körper sind in einem einwandfreien Zustand. Um auf Nummer sicher zu gehen, soll jetzt aber auch das elektronische Steuerungsgerät für die Pellet-Heizungsanlage überprüft werden, mit der das sogenannte Gebäude 2 der Richard-Schirrmann-Realschule beheizt wird.

Das hat die Zentrale Gebäudewirtschaft (ZGW) der Stadt am späten Dienstagnachmittag mitgeteilt. Die Folgen: Der Komplex bleibt vorerst gesperrt. Alle Schülerinnen und Schüler werden voraussichtlich für den Rest der Woche gestaffelt in Gebäude 1 unterrichtet.

Eine Fachfirma habe die Heizungsanlage am Dienstag ausgiebig geprüft. „Wir können sowohl die zunächst angenommene Verpuffung als auch einen Kesselbrand ausschließen. Die Feuerungsanlage läuft einwandfrei, und die einzelnen Bestandteile sind in einem guten und betriebssicheren Zustand“, fasste die ZGW die Ergebnisse der Untersuchung zusammen. Um die Pellet-Anlage „auf Herz und Nieren durchzuchecken“, solle jetzt aber auch die Software noch einmal untersucht werden.

Hintergrund: Ein elektronisches Steuerungsgerät bestückt die Anlage nach Inbetriebnahme automatisch mit Holzpellets, die in den Kesseln verbrannt werden. Die ZGW und die Fachfirma vermuteten nach dem Testlauf am Dienstag, dass bei dem Notfall in der Vorwoche feuchte und zugleich noch glimmende Pellets in den Aschekasten gelangt seien und die starke Verrauchung ausgelöst hätten. „Das lassen wir jetzt noch 'mal prüfen, denn es könnte sein, dass sich durch den vielen Qualm etwas auf den Platinen des Steuergerätes abgesetzt und dadurch für eine Störung gesorgt hat“, heißt es von Seiten der ZGW weiter.

Für die Realschülerinnen und –schüler bleibe es daher zunächst – wie schon am Dienstag – bei gestaffelten Stundenplänen. Dadurch werde sichergestellt, dass alle Jahrgänge in Präsenz unterrichtet werden können. Die ZGW hoffe, dass die Untersuchungen der Heizungsanlage spätestens zum Ende der Woche abgeschlossen sind. Dann könne der Unterricht in der Folgewoche wieder wie gewohnt in beiden Gebäuden stattfinden.

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