Genehmigung für Döner-Imbiss

Nach verheerendem Brand in der Oberstadt: Sanierung im Eiltempo

Mann in Imbissbetrieb
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Der Anatolien-Grill wird zunächst geschlossen bleiben. Doch „Ibo“ Nergiz nimmt die Küche in Betrieb, liefert aus und besorgt sich einen Imbisswagen für die Domgasse.

Das ging zügig: Nur fünf Tage nach dem verheerenden Wohnhausbrand an der Hochstraße am Donnerstag vergangener Woche haben Handwerker damit begonnen, das Eckhaus zu sanieren.

Lüdenscheid - Am Dienstagabend stand bereits das Baugerüst. Hauseigentümer Jürgen Sturm geht jedoch fest davon aus, dass seine Wohnung und die Räume seiner Mieter in diesem Jahr nicht mehr bezugsfertig werden, wie er sagt.

Immerhin hat der 73-Jährige inzwischen eine Ersatzwohnung in der Innenstadt gefunden. Mit Hilfe einer Architektin sorgt er nun vor Ort dafür, dass die Renovierung des schwer beschädigten Gebäudes voran geht. Sein Mieter, der als Verursacher des Brandes gilt, ist nach eigenen Worten gesundheitlich wieder hergestellt. Im LN-Gespräch sagt er: „Es tut mir unendlich leid! Ich bin nur froh, dass niemandem etwas passiert ist.“

Polizeisprecher Marcel Dilling bestätigt, dass gegen den Mann ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Brandstiftung eingeleitet ist. Der Brandsachverständige der Kripo habe den Verdacht, dass das Feuer durch eine umgestürzte Shisha-Pfeife ausgebrochen ist, im Wesentlichen bestätigt. Für die kommende Woche ist die polizeiliche Vernehmung des Beschuldigten geplant, die Vorladung sei zugestellt, so Dilling.

Der Betreiber des Anatolien-Grills spielt unterdessen „voll auf Angriff“. Ibrahim Nergiz will sich trotz der Schließung seines Lokals nicht unterkriegen lassen und seine Kunden so schnell wie möglich wieder satt kriegen. Mit einigem Aufwand soll die Küche, die in einem Anbau liegt und nicht ganz so schwer verwüstet wurde, hergerichtet werden, damit sein Team wieder arbeiten und liefern kann. Und auf dem Kopfsteinpflaster der Domgasse sollen Döner & Co. in einem Imbisswagen zubereitet und verkauft werden.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Am Mittwoch war eine Dame des Fachdienstes Bauservice in der Oberstadt, um mit „Ibo“ letzte Details abzuklären. Stadtpressesprecher Sven Prillwitz bestätigt, dass die „Genehmigung zur Sondernutzung einer öffentlichen Fläche“ erteilt ist. „Es bleibt genug Platz für den Verkehr und für Rettungswege.“

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