Neuer Streetworker für Lüdenscheid

Nach Vandalismus-Eskapaden: Lüdenscheid hat wieder einen Streetworker

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Der neue städtische Streetworker Stefan Zorn, zusammen mit Jolanta Stolfik (links) und Doro Brisch, dem Leitungs-Duo des Kinder- und Jugendtreffs Brügge.

Lüdenscheid - Nachdem der Schulhof einer Grundschule wiederholt unter dem Vandalismus Jugendlicher litt, soll Stefan Zorn als Streetworker in Lüdenscheid für Entspannung sorgen. Seit dem 1. April ist er für die mobile Jugendarbeit in allen Stadtteilen zuständig. 

Dynamischer Gang, trainiertes Erscheinungsbild – keine Frage, Sport ist ein Steckenpferd von Stefan Zorn. Und der Sport soll für den 28-Jährigen künftig auch ein Weg sein, Kontakt mit Lüdenscheider Jugendlichen zu bekommen. 

Nachdem der Schulhof der Pestalozzi-Schule an der Weißenburger Straße mehrfach von Jugendlichen verschmutzt und teilweise beschädigt wurde, war aus Sicht der Stadt klar, dass der Einsatz eines Streetworkers Abhilfe schaffen würde.

Der Sozialwissenschaftler, der 2018 in Siegen seinen Master erworben hat, ist seit dem 1. April der neue Lüdenscheider Streetworker. Er folgt damit Mario Stenmans, der die Position vor Jahresfrist übernommen hatte, diese aus familiären Gründen aber wieder aufgegeben hat.

Zorn ist bereits seit einigen Wochen auf den Lüdenscheider Straßen unterwegs. Derzeit stellt er sich auch bei den Stadtteilkonferenzen vor. Der neue Verwaltungsmitarbeiter ist der einzige kommunale Streetworker und hat eine 75-Prozent-Stelle. 

Als gebürtiger Werdohler lebt er bis heute in der Stadt an der Lenne. Vor seinem Engagement in Lüdenscheid hat er praktische Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit gesammelt. Etwa in Hamm.

Sein Einsatz umfasst die mobile Jugendarbeit in allen Stadtteilen. Soll heißen: Zorn geht an Orte, wo sich Jugendliche gern aufhalten. Auf Bolz- und Spielplätzen etwa. Er besucht aber auch die Jugendtreffs. 

Künftig will er speziell Fußball- und Fitness-Projekte für seine junge Klientel organisieren. Zorns Einschätzung: „Sport ist ja ein guter Einstieg, um mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen.“ 

Ansonsten verfolgt der Streetworker einen präventiven Ansatz, schlichtet bei Problemen zwischen Jugendlichen, kann bei Bedarf auch an Beratungsstellen vermitteln. 

Seinen Arbeitsbeginn bei der Stadtverwaltung hat Zorn dabei positiv erlebt: „Die Kollegen haben mir den Start sehr angenehm gestaltet.“

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