Krank und gefährlich: Urteil nach tödlichen Stichen

LÜDENSCHEID/HAGEN ▪ Der 29-jährige Lüdenscheider, der in den frühen Morgenstunden des 13. März seinen Vater durch einen Kehlenschnitt und Stiche in den Bauch getötet hatte, muss auf unbestimmte Zeit in ein geschlossenes psychiatrisches Krankenhaus.

Lesen Sie auch:

Tod an Bergstraße: Beschuldigter in Psychiatrie

29-Jähriger schneidet Vater die Kehle durch

Damit zog die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Hagen die Konsequenz aus dem Gutachten des psychiatrischen Experten Dr. Horst Sanner, der eine fortdauernde Gefährlichkeit des Angeklagten prognostiziert hatte. Der psychotische Wahn des Angeklagten, von seinem Vater sexuell missbraucht worden zu sein, könne auch auf andere Personen übergehen, urteilte Sanner.

Im Verfahren vor dem Hagener Schwurgericht war es aufgrund der Schuldunfähigkeit des Beschuldigten nur noch um die Frage um eine Einweisung in eine psychiatrische Klinik gegangen. Die Verhandlung war weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt worden, weil der Anwalt des Beschuldigten, Heribert Golumbeck, auf die Persönlichkeitsrechte des kranken Mandanten verwiesen hatte. - thk

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare