Nach Raubserie: Verdächtige gestehen alles

LÜDENSCHEID ▪ Die Raubserie ist beendet. Die beiden Männer, die die Polizei nach dem bewaffneten Überfall auf die „Spielstuben“ an der Herderstraße erwischt hat, haben in ersten Vernehmungen umfassende Geständnisse abgelegt.

Der 19-Jährige sitzt in U-Haft. Sein Komplize (20) hatte am Abend seinen Haftrichter-Termin.

Wie Polizei-Pressesprecher Norbert Pusch bestätigte, haben Beamte nach den Festnahmen in der Nacht die Wohnungen der beiden Verdächtigen durchsucht. Dabei wurden sie fündig: In den Wohnungen waren jeweils schwarze Kleidungsstücke versteckt, die die mutmaßlichen Räuber bei ihren Überfällen getragen haben.

In einem Rucksack des 20-Jährigen stießen die Ermittler außerdem auf Diebesgut, das aus einem Einbruch in ein Elektrogeschäft am 16. Mai an der Knapper Straße stammt. Auch diesen Einbruch gaben die beiden Männer gestern zu.

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Bei den Beschuldigten handelt es sich nach Polizeiangaben um Lüdenscheider. Sie seien bislang nicht strafrechtlich in Erscheinung getreten, hieß es weiter. Zu Einzelheiten über die Festnahmen wollte die Polizei gestern aus ermittlungstaktischen Gründen keine Auskunft geben. Pusch bestätigte aber, dass sich das Duo in der Nacht zu vorgestern widerstandslos habe festnehmen lassen.

Die beiden Männer warten nun auf ihren Prozess. Ihnen werden neben dem Einbruch die bewaffneten Raubüberfälle auf die Esso-Tankstelle Hohe Steinert, auf das Wettbüro „Arena“ an der Corneliusstraße, auf die Spielhalle „Goldmine“ am Rosengarten, auf den Döner-Imbiss „aciktim“ am „Knapp“ sowie schließlich auf die „Spielstuben“ an der Herderstraße zur Last gelegt. - Olaf Moos

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