Nach der Niederlage auch unschöne Szenen

LÜDENSCHEID - Jagdszenen auf stolze Träger spanischer Fahnen waren gestern Abend der traurige Tiefpunkt der vorübergehend aggressiven Stimmung nach der Halbfinalniederlage der deutschen Mannschaft. Für versöhnlichere Töne sorgten einige Fans, die später mit einer deutschen Fahne durch die Stadt zogen und eine Probe ihrer Gesangskunst gaben: „E viva España“.

Polizei und Sicherheitskräfte hatten die Lage jedoch sehr schnell im Griff, und die Fahnenträger waren klug genug, ihren Auftritt im Rosengarten mit einem flinken Abgang zu krönen. Zuvor war die Zahl der Fernseher in und um die Altstadt weiter gestiegen: Futterkrippen und Eisdielen hatten sich der Nachfrage nach kleinen und größeren „Public Viewing“-Gelegenheiten nicht mehr entziehen können.

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Aus der TraumSpanien schlägt Deutschland

An den imposanten Besucherzahlen in den „Großkampfstätten“ Brauhaus, Café Eigenart und Dahlmann änderte dies aber nichts. Auch der Biergarten der Gaststätte Crummenerl war bestens gefüllt, und bei ruhiger Grundstimmung wurden dort der Spielverlauf und seine Verbesserungsmöglichkeiten fröhlich kommentiert.

Im Brauhaus herrschte bei großer Fandichte trotz der spielerischen Magerkost erneut wieder Stadionstimmung. Und für ein bisschen Jubel sorgten nicht nur dort vor allem die Großchancen vor dem deutschen Tor, die die Spanier im halben Dutzend liegenließen. Am Ende wurde im Rosengarten noch ein bisschen Fete gemacht – keine Überraschung, dass ihr der Schwung fehlte.

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