Erfolgreiche Fahndung

Nach Messer-Attacke an Goethestraße: Viktor S. gefasst

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Lüdenscheid - Neun Tage dauerte die Fahndung. Am Montagnachmittag nahmen Fahnder der Hagener Polizei den 40-jährigen Viktor S. in der Lüdenscheider Innenstadt fest. Er soll versucht haben, einen Bekannten am 6. Juni nach einem Streit in dessen Wohnung an der Goethestraße mit einem Messer umzubringen.

Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Wolfgang Rahmer.

Die Hintergründe der Tat sind den Ermittlern noch ein Rätsel. Klar scheint nach bisherigen Erkenntnissen, dass Viktor S. und sein späteres Opfer am Abend des Tattages in der Wohnung im Stadtteil Kluse zusammen gegessen und getrunken haben. Der Lüdenscheider verließ seinen Bekannten nach Zeugenaussagen gegen 20 Uhr, kehrte aber kurze Zeit später zurück und malträtierte seinen Gastgeber mit Schlägen.

Der erste Bericht zu der Tat:

Messerattacke an der Goethestraße

Bei dem Angriff lag der 58-Jährige auf der Couch, war deshalb laut Polizeibericht wehrlos, rappelte sich aber hoch. Dann unterlag er seinem 1,98 Meter großen Gegner jedoch und erlitt eine sieben Zentimeter lange Schnittwunde am Hals. Durch den Einsatz eines Notarztes wurde sein Leben gerettet. Wie Rahmer sagt, habe die Waffe die Halsschlagader des Mannes nur um etwa einen Zentimeter verfehlt. Der 58-Jährige ist Behördenangaben zufolge wieder wohlauf.

Nach „gezielten Fahndungsmaßnahmen“, wie Rahmer sagt, haben Beamte der Hagener Mordkommission die Zielperson in der Innenstadt überrascht. Nach LN-Informationen war Viktor S. offenbar gerade auf dem Weg zu einer Apotheke, um sich mit der Heroin-Ersatzdroge Methadon einzudecken, als die Handschellen klickten.

Möglicherweise spielt Drogensucht als Motiv bei dem Gewaltverbrechen eine Rolle. Der Verdächtige soll psychiatrisch begutachtet werden. Davon verspricht sie die Staatsanwaltschaft Rückschlüsse auf die Schuldfähigkeit des Lüdenscheiders zur Tatzeit.

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