Nach KSB-Einbruch: STL rettet Weltkindertag

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Idyllisch gelegen, doch schon zweimal Ziel von Einbrechern: das Domizil des Lüdenscheider Kinderschutzbundes am Jahnplatz.

Lüdenscheid - Die Tat gilt als besonders schäbig: Bei vielen Bürgern hat der erneute Einbruch beim Lüdenscheider Kinderschutzbund (KSB) Empörung ausgelöst. Derweil läuft die Behebung der Schäden im Haus am Jahnplatz auf Hochtouren. Dazu KSB-Vorsitzender Uwe Hindrichs: „Wir sind dabei, den Schock zu verdauen und denken wieder positiv.“

Für den Optimismus gibt es Gründe. So haben es KSB-Helfer bereits geschafft, die von den Einbrechern angerichtete Verwüstung in den Räumen zu beseitigen. Auch die zerstörte Fensterscheibe ist mittlerweile notdürftig repariert.

Besonders erfreulich: Das Weltkindertagsfest in der City findet morgen trotz der erschwerten Umstände laut Hindrichs definitiv statt. Zwar kann das für die Party eigentlich unabdingbare KSB-Spielmobil nicht auf den Rathausplatz rollen – das Fahrzeug befindet sich in der Werkstatt, wo zur Sicherheit alle Schlösser ausgetauscht werden.

STL springt in die Bresche

Doch der Stadtreinigungs- und Transportbetrieb Lüdenscheid (STL) wird in die Bresche springen und dem KSB zur Spielgeräte-Beförderung einen geeigneten Wagen nebst Fahrer zu Verfügung stellen. Für dieses Engagement zeigt sich Hindrichs dankbar: „Der STL ist der Retter des Weltkindertages.“

Große Solidarität

Auch sonst spürt Uwe Hindrichs in der Stadt viel Solidarität für den KSB: „Das ist eben der Vorteil in Lüdenscheid – man kennt sich, man hilft sich.“

Spontane Unterstützung vom Lions-Club

Unterstützung für die Kinderschützer kommt dabei spontan vom Lions-Club Lüdenscheid-Medardus. Dessen Mitglieder hatten auf dem diesjährigen Stadtfest ein Kinderschminken organisiert und dabei 100 Euro für einen zunächst noch unbestimmten sozialen Zweck eingenommen. Als die Lions dann vom Einbruch beim KSB lasen, wussten sie allerdings sofort, wohin das Geld fließen sollte. Dabei stockten sie den Betrag um weitere 100 Euro auf. Uwe Hindrichs: „Davon erhoffen wir uns durchaus auch Signalwirkung.“

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