Nach Klinikum-Reaktion: Giebel „sehr erstaunt“

LÜDENSCHEID - Prof. Dr. Gerfried Giebel hat das Gesprächsangebot der Geschäftsleitung der Märkischen Kliniken GmbH am Donnerstag „mit großem Erstaunen“ zur Kenntnis genommen. Prof. Giebel hatte auf Anfrage der LN Anfang Januar eine Bilanz seiner Arbeit im Klinikum gezogen.

Von Willy Finke

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Bei dieser Gelegenheit hatten die LN auch nach vermeintlichen Missständen in Hellersen gefragt. Zu dem aktuellen Gesprächsangebot sagte Prof. Giebel am Donnerstag: „Zunächst einmal habe ich den Eindruck, dass hier ein paar Nebelkerzen gezündet worden sind. Worüber will die Geschäftsleitung denn nun eigentlich mit mir noch reden? All das, wonach die LN mich gefragt haben und das ich erläuterte, war in den letzten Jahren zigmal Thema in Gesprächen zwischen mir und der Geschäftsführung. Ich habe mehrfach in allen Einzelheiten auf die Probleme hingewiesen und verstehe beim besten Willen nicht, wie Dr. Schwilk jetzt behaupten kann, meine Kritik käme für ihn überraschend. Ich stehe mit der Sorge um das Klinikum ja auch weiß Gott nicht allein da. Intern haben schon zahllose Mitarbeiter aus allen Hierarchie-Ebenen die Verhältnisse im Haus kritisiert – teilweise direkt gegenüber der Geschäftsführung. Auch die Diskussion, die zurzeit auf come-on.de geführt wird, spricht in dieser Hinsicht ja Bände.“

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Aus diesen Gründen, so der pensionierte Chefarzt, wisse er nicht so recht, was ein weiteres in der langen Reihe der Gespräche eigentlich noch bringen solle. Die Fakten lägen auf dem Tisch; jetzt müssten endlich Taten folgen. Voraussetzung dafür, da könne er dem Gutachten der Unternehmensberatung Berger nur zustimmen, sei allerdings ein professionelles Management.

Im übrigen, so betont Prof. Giebel, gehe es ja weder jetzt noch in Zukunft darum, etwaige Betriebs-Interna oder gar Geheimnisse zu verraten: „Bei 3000 Mitarbeitern der Märkischen Kliniken, von denen die meisten nicht auf den Mund gefallen sind, dürfen Sie getrost davon ausgehen, dass halb Lüdenscheid weiß, was im Klinkum los ist.“

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