Nach Gewalttat auf dem Sternplatz: Das Opfer äußert sich aus dem Krankenbett

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Generalkonsul Sener Cebeci (Mitte) und der Imam der Ditib-Moschee am Bett des Opfers.

Lüdenscheid – Nur wenige Stunden nach der blutigen Gewalttat auf dem Sternplatz erhielt das Opfer, ein 50-jähriger Deutsch-Türke aus Lüdenscheid, hohen Besuch im Klinikum Hellersen.

Der türkische Generalkonsul Sener Cebeci reiste eilig aus Essen an und überbrachte dem Patienten und einer weiteren bei der Demo verletzten Frau gemeinsam mit dem Imam der Ditib-Moschee Am Lehmberg, Sultan Ahmet Camii, Genesungswünsche. 

Gleichzeitig äußerte der Generalkonsul auf der Internet-Seite NRW Gündem deutliche Kritik. „In letzter Zeit haben die Angriffe auf unsere Bürger und ihre Orte zugenommen. Es ist die Pflicht der deutschen Sicherheitskräfte, das zu verhindern. Wir sagen es ihnen ständig und werden es auch weiterhin tun.“ 

Das sagt das Opfer aus dem Krankenbett

Der 50-Jährige Patient äußerte sich vom Krankenbett aus zu dem Vorfall. Laut NRW Gündem sagte er unter anderem: „Wir leben seit vielen Jahren zusammen in dieser Stadt und haben mit niemandem ein Problem. Die Darsteller dieser Show kommen definitiv aus anderen Städten.“ Er habe lediglich verhindern wollen, dass eine Fahne zu Boden fällt. 

Nach Darstellung des Konsulats wurde bei der Schlägerei auf dem Sternplatz außerdem eine Frau verletzt und kam ebenfalls ins Klinikum. Die Lüdenscheiderin sei zufällig in dem nahen Copy-Shop gewesen und habe von einer Demo nichts gewusst. 

"Verurteilen Angriffe auf das Schärfste"

Auf der Facebook-Seite des Essener Generalkonsulats heißt es weiter: „Wir verurteilen diese schändlichen Angriffe auf das Schärfste. Wir erwarten, dass die Verantwortlichen so schnell wie möglich gefasst und an die Justiz übergeben werden sowie, dass die nötigen Vorkehrungen für die Sicherheit der türkischen Menschen unverzüglich getroffen werden. Diese Themen werden wir beharrlich verfolgen.“ 

In der Stellungnahme werden die kurdischen Demonstranten als „Anhänger der Terrororganisation PKK/YPG-PYD“ bezeichnet.

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