„Kaffee Fabriksken“: Nach Frühjahrsputz wie neu

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Können nicht nur Kaffee und Kuchen: Sebastian Benkhofer und Steven Gaubatz putzten gestern Hinweisschilder.

Lüdenscheid - Wer etwas verdreckt und zerstört, bleibt oft unbehelligt. Wer etwas putzt und verschönert, zieht erstaunte Blicke auf sich und erntet Kommentare wie „Warum macht ihr das? Da gibt’s doch eigentlich andere, die das tun müssten.“

Rudolf Sparing, der frühere Kulturhausleiter, gehörte gestern zu denen, die die Putzaktion von Sebastian Benkhofer und seinem Mitarbeiter Steven Gaubatz vorm „Kaffee Fabriksken“ in der Oberstadt letztlich lobten. Neu-Oberstädter und Kaffeeröster Benkhofer hatte den verdreckten, nostalgisch angehauchten Wegweiser schon lange im Blick. Er beschloss, selbst Hand anzulegen für eine schönere Altstadt. Denn darauf zu warten, dass sich irgendwer zuständig fühle, sei sinnlos, glaubt er.

Und er verweist in dem Zusammenhang auf die vierarmige Laterne an einer Ecke seiner Terrasse. Die sei nach der Umsetzung wochenlang stromlos gewesen. Dann sei zwar der Anschluss erfolgt, aber trotzdem blieb’s dunkel: Nur ein einsames Birnchen leuchte schwach, der Rest sei kaputt. Seit Wochen wartet er auf Ersatz durch die Stadt. Yvonne Schubert, beim STL auch in Sachen Birnchen kundig, wusste auf Nachfrage von einem Engpass beim Lieferanten zu berichten.

Zwar halte man immer einen bestimmten Vorrat parat, aber in diesem Fall habe man gerade eine große Austauschrunde in den Altstadtlaternen vorgenommen; der Vorrat sei weg. Neue seien bestellt und normalerweise „am nächsten Tag da“. Es sei denn, es gebe, wie jetzt, Lieferschwierigkeiten. Benkhofer: „Da fühle ich mich wirklich, als wäre ich in der DDR.“

Derweil hat er schon das nächste Objekt im Auge: das ungepflegte Rondell vor der Terrasse, in dem sich dürres Efeu und Kraut verbreitet. Hier etwas Blühendes zu haben, wäre schön, schmiedet er die nächsten Pläne. Doch Rudolf Sparing hat noch etwas im Blick: Der Laternenmast sei komisch grau, findet er, „wie ein Voranstrich mit Rostfarbe“. Das könne so nicht bleiben. Farbe fehlt. Nur: Wer macht’s? - sum

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