Nach Drogenrazzia im MK: Gesuchter Mann taucht plötzlich auf Polizeiwache auf

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Säckeweise stellten die Drogenfahnder bei der Razzia in 13 Häusern in Lüdenscheid Beweismaterial sicher.

Lüdenscheid - Nach dem empfindlichen Schlag gegen eine Bande von Drogenhändlern aus Lüdenscheid am Dienstag vergangener Woche sitzt nun ein weiterer Verdächtiger in Untersuchungshaft.

Wie Polizeisprecher Marcel Dilling auf Anfrage unserer Zeitung bestätigt, hat sich am Dienstagvormittag ein 21-Jähriger syrischer Herkunft gestellt. 

Der Mann mit Wohnsitz in Lüdenscheid tauchte in Begleitung seines Rechtsanwaltes auf der Wache an der Bahnhofstraße auf und ließ sich festnehmen und ins Gewahrsam sperren. Am gestrigen Morgen erließ ein Haftrichter am Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft auch gegen diesen Verdächtigen einen Haftbefehl. 

Damit sitzen nach der Razzia in 13 Gebäuden auf Lüdenscheider Stadtgebiet insgesamt vier Männer in U-Haft. Als mutmaßlicher Haupttäter gilt ein 44-Jähriger, der die hierarchisch organisierte Bande angeführt haben soll und ebenfalls syrischer Herkunft ist. 

Nach einem weiteren Beschuldigten, der dem Drogenring angehört haben soll, wird noch gesucht. Dem Zugriff durch Polizei und Staatsanwaltschaft waren akribische Ermittlungsarbeiten vorausgegangen. 

Als die Fahnder zuschlugen, hatten sie Unterstützung von schwer bewaffneten Sondereinsatzkommandos. Kräfte des Technischen Hilfswerks sorgten für den Abtransport von Beweismaterial. 

Am Tag des Einsatzes wurden neun Tatverdächtige deutscher, syrischer, türkischer, griechischer und rumänischer Abstammung im Alter zwischen 20 und 54 Jahren vorläufig festgenommen.

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