Sportklinik beendet Kurzarbeit für Ärzte

Nach Corona-Besuchsverbot: So lockern die Kliniken im MK die Regeln

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Screening-Pflicht: Beim Betreten des Klinikums Lüdenscheid wird derzeit die Temperatur gemessen.

Lüdenscheid -  Die Krankenhäuser im Märkischen Kreis bereiten sich auf die Lockerung des Besuchsverbots vor. Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums ist die vorsichtige Öffnung für externe Besucher ab Mittwoch, 20. Mai, unter Auflagen wieder möglich. 

Dazu gehört die Umsetzung von strengen Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen sowie eine aufwendige Besuchsdokumentation.

Wie aus einem Schreiben der Märkischen Kliniken an ihre Mitarbeiter hervorgeht, findet dazu in der nächsten Woche eine Abstimmung aller heimischen Kliniken mit dem Krisenstab des Kreises statt. Die Gesundheitsbehörde muss die Konzepte der Krankenhäuser genehmigen. Ärzte des Klinikums Lüdenscheid befürchten, dass die vermehrten Besuche zu steigenden Infektionsrisiken für Risikopatienten zum Beispiel in der Onkologie führt. Die Geschäftsführung der Märkischen Kliniken hat daher offen gelassen, „ob der Wunsch nach Lockerungen mit den Anforderungen des Infektionsschutzes und unseren Möglichkeiten in Einklang zu bringen“ ist.

Die Berglandklinik kündigte gestern bereits an, ab dem 20. Mai wieder Besuche zuzulassen. Interessenten müssen einen Besuchstermin telefonisch oder online buchen. Pro Patientin sind zwei Besuche pro Woche für je 45 Minuten erlaubt sowie ein wiederkehrender Besucher. Es herrscht Maskenpflicht.

Bereits am kommenden Montag werden die Mitarbeiter auf der Station 3.2 (Urologie, HNO) sowie im Schlaflabor im Klinikum Lüdenscheid wieder regulär arbeiten. Zudem wird die Station 1.2 (Frauenheilkunde) zur Aufnahmestation. Auf der Station 1.6 (Lungenheilkunde) werden künftig sowohl Patienten mit Covid-19- Infektionen als auch Verdachtsfälle versorgt.

Auch die Sportklinik Hellersen kehrt am kommenden Montag schrittweise in den Normalbetrieb zurück. Aus diesem Grund endet auch die 50-prozentige Kurzarbeit für das medizinische und pflegerische Personal, mit der die Umsatzeinbußen aufgrund der Absage von planbaren Operationen kompensiert werden sollten. „Wir fahren ab Montag unseren OP-Betrieb wieder vollständig hoch und führen wieder alle elektiven Eingriffe durch“, erklärte Sprecherin Sarah Pawlik.

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