Nach Brandstiftungen in der Altstadt gefasst

LÜDENSCHEID ▪ Fahndungserfolg nach zwei Fällen von schwerer Brandstiftung: Die Ursache der beiden Feuer, die am 20. und 21. Februar Bewohner an der Römergasse und an der Corneliusstraße in Angst und Schrecken versetzt haben (LN berichteten), ist aufgeklärt. Wie Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski gestern auf Anfrage bestätigte, sitzt ein 21-jähriger Lüdenscheider inzwischen in Untersuchungshaft. Er sei „nach umfangreichen Vernehmungen und Ermittlungen“ festgenommen worden und habe insgesamt 60 Einbrüche in Kellerräume zugegeben – und auch die beiden Brandstiftungen.

Für die Feuer in der Altstadt ist der 21-Jährige nach bisherigem Kenntnisstand aber nicht allein verantwortlich. Gegenüber der Polizei habe er einen Mittäter benannt, hieß es gestern. Dabei handelt es sich um einen 22 Jahre alten Lüdenscheider, der in der Polizeiakte als „alter Bekannter“ geführt wird. Gegen ihn läuft ein Haftbefehl. Nach Boronowskis Angaben ist er aber noch auf der Flucht. Hinweise auf seinen Aufenthaltsort nimmt die Dienststelle unter Tel. 90 99-0 entgegen.

Am 20. Februar hatte es zunächst im Keller eines Wohnhauses an der Römergasse gebrannt, rund vier Stunden später in einem Keller an der Corneliusstraße. Erste Spuren vom Tatort wiesen darauf hin, dass Einbrecher in die Häuser eingedrungen waren und, um Spuren zu verwischen, Feuer gelegt hatten. Ein Großaufgebot der Feuerwehr hatte zig Bewohner – darunter zahlreiche Kinder – aus den Wohnungen evakuiert. Niemand war ernsthaft verletzt worden.

Olaf Moos

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