Sanierungskonzept liegt vor

Nach Asbest-Fund im Rathaustunnel: Arbeiter nehmen neue Proben - diesmal an anderer Stelle

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Die luftdicht abgesperrte Tunnelröhre. 

Lüdenscheid – Seit dem Baustopp im April liegt die Baustelle am und im Rathaustunnel brach. Nun betraten erstmals seit längerer Zeit wieder Arbeiter die asbestverseuchte Röhre - um neue Proben zu entnehmen. 

Der Asbestverdacht hatte sich nach einer ersten Probenentnahme schnell bestätigt. Daraufhin wurde die östliche Tunnel-Röhre luftdicht verschlossen, damit die giftigen Mineralfasern nicht in die Umwelt gelangen. Der Zutritt ist streng verboten – es sei denn man trägt Schutzkleidung. 

In den vergangenen Tagen rückten wieder Arbeiter in Schutzanzügen im Auftrag des Bauherrn Straßen.NRW in die Röhre vor. Ihre Aufgabe: Sie sollten erneut Proben nehmen, wie Bauleiter Carsten Spreemann auf Anfrage erklärte: „Wir haben die Wände noch einmal zusätzlich beprobt, um sicher auszuschließen, dass auch hier Asbest verbaut wurde.“ Die bisherigen Asbestfunde hatte Straßen.NRW in der Tunnel-Decke gemacht. 

Noch liegen nicht alle Ergebnisse der neuerlichen Proben vor, doch anhand der ersten Rückmeldungen aus dem Labor habe sich der Asbestverdacht bislang nicht bestätigt, so Spreemann. Sollte wider Erwarten auch in den Wänden Asbest gefunden werden, wäre dies ein weiterer Rückschlag für Straßen.NRW. Auf den Wänden war bis zum Baustopp bereits großflächig Spritzbeton aufgebracht worden, der in diesem Fall wieder abgetragen werden müsste. 

Einzigartig: Asbest im Rathaustunnel

Unterdessen hat die Straßenbaubehörde zusammen mit einem Gutachter ein Sanierungskonzept für den asbestverseuchten Rathaustunnel erstellt, das der Bezirksregierung Arnsberg Anfang September zur Genehmigung vorgelegt wird. In dem Konzept wird aufgezeigt, wie der Asbest an den Decken rückstandslos entfernt werden kann. Schon sicher ist, dass es zuvor eine Probe-Sanierung im Tunnel geben wird, bei der verschiedene Methoden getestet werden. Nachdem Arnsberg grünes Licht gibt, können die Sanierungsarbeiten ausgeschrieben werden. 

Ursprünglich sollten beide Tunnelröhren bis Ende 2021 fertiggestellt sein. Dieser Termin wird nicht zu halten sein, ebenso wenig wie die veranschlagten Kosten von bislang 12,7 Millionen Euro.

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