Nach Absage: Stadt saniert Rosengarten-Brunnen selbst

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So soll es wieder werden: Der Spielbrunnen im Rosengarten wird nun doch mit Stadtgeldern wiederhergestellt.

LÜDENSCHEID ▪ Der defekte Spielbrunnen im Rosengarten soll noch in diesem Sommer wieder zum Tummelplatz für Kinder werden. Der Stadtkämmerer soll im Haushalt rasch nach Deckungsvorschlägen für die Reparaturkosten in geschätzter Höhe von 40.000 Euro suchen.

Da die nächsten Sitzungen von Bau- und Hauptausschuss verlegt werden sollen, kam man nach Informationen unserer Zeitung im Stadtrat überein, dass die Verwaltung diese Arbeiten notfalls per Dringlichkeitsentscheidung beauftragen kann. Sonst könne der Brunnen auch in diesem Sommer nicht mehr sprudeln.

Die im Rat zuvor angestellte Überlegung, die Brunnen-Kosten durch den Verzicht auf die Entfernung des großen Efeus am Alten Amtshaus zu finanzieren, war dadurch hinfällig geworden, dass man hierzu erst nach der Sommerpause eine Entscheidung treffen will – für den Brunnen also viel zu spät. Zudem steht zum Efeu noch der CDU-Antrag im Raum, die 40 000 Euro für den Straßenbau zu verwenden.

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Schon erste Privatspender für Rosengarten-Brunnen

Gescheitert sind indes die Bemühungen, Reparatur und Wartung des Spielbrunnens über – zum Teil schon zugesagte Spenden – von Anliegern zu finanzieren und dies durch einen gemeinnützigen Verein übernehmen zu lassen. Der dafür ins Auge gefasste Verein habe dieses Anliegen nach langer Beratungsphase zuletzt abgelehnt. Begründung: Baumaßnahmen seien nicht der Kern seiner Tätigkeit. Und es stehe zu befürchten, dass bisherige Spender damit nicht einverstanden seien und sich zurückzögen.

Somit sieht sich die Stadt bei ihrem Brunnen wieder auf sich gestellt. Kämmerer Dr. Karl Heinz Blasweiler soll nun im Haushalt nachsehen, an welcher Stelle die 40 000 Euro dafür wieder eingespart werden können. Wird er fündig, kann es die Dringlichkeitsentscheidung geben.

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