MVG: Wichtigste Linien bleiben an Bahnhofstraße

Der neue Verknüpfungspunkt von Bahn und Bus ist jetzt in Betrieb. Klar ist auch: Die Einfahrt in die Schleife kostet Zeit.

LÜDENSCHEID ▪ Die Begriffe sind verwirrend, aber die Fahrpläne sollen es nicht sein. Spätestens zum Fahrplanwechsel der MVG am 29. August ist der Bahnhof ein großer „Verknüpfungspunkt von Bus und Bahn“.

Offizielle Einweihung soll im September sein, wenn die Lichtstele steht. Bis dahin heißt der Platz Hermann-Reitz-Platz, wird aber so nicht im Fahrplan stehen, sondern, kurz, als „Bahnhof“. Ein neuer Zentraler Omnibusbahnhof, kurz ZOB genannt, ist damit gleichwohl nicht entstanden. Darauf habe man die Stadt immer wieder hingewiesen, so erläuterte gestern Silke Reinecke, die Leiterin der Abteilung Leistungsangebot bei der MVG. Gleichwohl werde häufig vom „neuen ZOB“ gesprochen, wenn die Rede von den neuen Bussteigen am Gleis sei. Reinecke: „Sauerfeld bleibt der ZOB, das ist die aufkommensstärkste Haltestelle im Kreisgebiet.“

Seit Mitte der Woche wird die neue Busschleife nun von den Linien S2 (Plettenberg ZOB, Bussteig C), sowie auf Bussteig E die Linien 43 (Brüninghausen), 49 (Kulturhaus, nur eine Spätfahrt) und 252 (Wanderbus Meinerzhagen, Saisonbetrieb) angefahren. Zudem ist die Schleife Pausenplatz. Mit Fahrplanwechsel Ende August wird auch Bussteig D angefahren. Ist der Durchstich Richtung Zum Weißen Pferd vollendet, so sollen ab 2011 weitere Linien über den Bahnhof geführt werden. Klar sei, so Reinecke: „Die wichtigsten Linien bleiben auf der Bahnhofstraße.“ Das umfasst die S1, die 40er Linien, die 54 sowie, in Richtung Christuskirche, die 87, 134 und N4. Zwar hätte die Stadt gerne weitere Linien über die neue Schleife fahren sehen, „doch das kostet alles Zeit, und die hat man nicht“.

Für Ein- und Ausfahrt inklusive Standzeit haben MVG-Experten zwei bis fünf Minuten errechnet. Wie es in der Praxis aussieht, wird nun erprobt. Doch der Zeitverlust lässt sich nicht einfach in den eng getakteten Fahrplan einrechnen, zu viele Busanschlüsse hängen davon ab.

Jens Holzrichter, Vorsitzender im Bau- und Verkehrsausschuss, hofft, dass „die MVG das ihren Fahrgästen vermitteln kann“. Er selbst kann zumindest den „Neuen ZOB“-Begriff vermitteln: „Das heißt einfach ‚Zweiter Omnibus-Bahnhof‘.“

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