MVG-Betriebshof

Neubau mitten im laufenden Betrieb

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MVG-Geschäftsführer Gerhard Schmier, Jürgen Vogt vom Dortmunder Architektur-Büro Winkler und Partner, Detlef Uerpmann (MVG) und Arndt Pfeifer (v.li.) beim Betriebshof-Rundgang. - Fotos: Messy

Lüdenscheid - „Wir heben das Niveau von 1956 beim Bau des MVG-Betriebshofes auf das von heute“, sagt MVG-Geschäftsführer Gerhard Schmier und blickt auf die Großbaustelle hinter der Verwaltungsstelle, „und das alles im laufenden Betrieb.“

Keine Frage, der Neubau des Betriebshofes mit Waschanlage, Werkstatt, Karosseriebau mit Lackiererei, Busabstellhalle, Leitstelle und Sozialräumen ist eine logistische Herausforderung. Im dritten Quartal nächsten Jahres soll das alles fertig sein.

Drei Monate Verzögerung mussten die Planer um das Architekturbüro Winkler und Partner in Dortmund schon schlucken. „Wir wollten eigentlich früher betonieren, aber die Tallage mit dem feuchten Untergrund sowie lang anhaltender Regen haben das nicht zugelassen. Das Risiko war zu groß.“

Auch das Genehmigungsprüfungsverfahren sei aufwändig gewesen. Hinzu kommen erforderliche EU-weite Ausschreibungen für die Vergabe der Aufträge, weil kommunale Gelder ausgegeben werden – insgesamt 11,5 Millionen Euro.

Vorbereitende Arbeiten für die neue Busabstellhalle.

20 bis 25 Gewerke sind an dem Neubau beteiligt, kleinere und größere Betriebe. Der Komplex wächst fast täglich, außen und innen. In Stahlbetonskelettbauweise werden Wände hochgezogen. Waschanlage und Werkstatt stehen. Drinnen sind Anschlüsse verlegt. Daneben wird die Fläche bereitet für die neue Abstellhalle, die Platz für 70 Solo- und Gelenkbusse bietet. Auf der rechten Seite des Areals zur Dammstraße hin ist eine große Gabionenwand installiert. Auch dem Lärmschutz wird Rechnung getragen.

Bis alles fertig ist, bleibt Improvisationskunst gefragt, auch bei den Mitarbeitern. „Das ist gut gelungen. Auch der Betriebsrat hat mitgezogen“, sagt Schmier. Die Leitstelle musste umziehen in Container am Rande der Baustelle. Demnächst wird sie auf dem Dach zwischen Werkstatt und Lackiererei thronen – „wie Kapitäne auf einem Dampfer.“ Auf dem Gelände von Mercedes Jürgens werden in der Bauphase fast 50 Busse geparkt.

Höher werden die Hallen, technisch auf den neuesten Stand gebracht, dazu gehören auch Energiesparmaßnahmen. „Wir spiegeln alt und neu“, sagt Gerhard Schmier. Dazwischen liegen immerhin knapp 60 Jahre.

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