Die Kameras zeichnen fast alles auf

Mutproben und Maskierte vor der Radarfalle: Das sind die Fälle aus dem Märkischen Kreis

Keine gute Idee: Mit dem Stinkefinger in die Radarfalle. 

Märkischer Kreis - Offenbar üben stationäre Blitzersäulen  eine magische Anziehungskraft auf - im negativen Sinne - kreative Autofahrer aus. Auch im Märkischen Kreis gibt es zahlreiche Beispiele für Unfug. 

Wenn Gudrun Hornemann, Leiterin der Bußgeldstelle beim Märkischen Kreis, die Fotos aus den Blitzer-Säulen im Kreis sichtet, fallen ihr immer mal wieder "Scherzkekse" auf. Das ist umso erstaunlicher, weil die Protagonisten, die alles dafür tun, nicht erkannt zu werden, fast nie die Beweisbilder erhalten. 

Keine gute Idee: Mit dem Stinkefinger in die Radarfalle. 

Besonders häufig sind vermeintliche "Mutproben" – bei meist abgeschraubten Nummernschildern. Immer mal wieder finden die Behördenmitarbeiter bei der Auswertung dann Fotos, auf denen ihnen der Mittelfinger oder auch das nackte Hinterteil entgegengestreckt wird – und das nicht nur von den Beifahrern. 

Ein "Geister-Lkw". Der Fahrer hat sich weggeduckt. 

Bilder von vermeintlich leeren „Geister-Autos“ sind ebenfalls darunter, wenn sich die Fahrer hinterm Lenkrad wegducken.

Ein rasender Weihnachtsmann. 

In der Karnevalszeit sitzen auch schon einmal maskierte Jecken hinterm Steuer. In der Vorweihnachtszeit tappen verkleidete Nikoläuse und Weihnachtsmänner in die Fotofalle. Zumindest in den beiden letztgenannten Fällen fahren die Maskierten nicht absichtlich zu schnell. Zudem sind sie mit regulären Kennzeichen unterwegs und erhalten auch Bescheide und die Fotos von der Bußgeldstelle. 

Mit neuen Fotos: Kuriose Blitzer-Bilder - Die verrücktesten Radarfotos

Während die Polizei bei Scherzkeksen praktisch nie Ermittlungen aufnimmt, ist das bei "echten" Verbrechern schon anders. Für die Ermittlungsarbeit der Polizei ist die Geschwindigkeitsüberwachung des Kreises ein wichtiger Bestandteil. 

Regelmäßig fragen Polizeibehörden, Landeskriminalamt und Bundeskriminalamt in Iserlohn an, ob gesuchte Fahrzeuge in einem bestimmten Zeitraum geblitzt wurden. „Leider erfahren wir nie, was aus den Fällen wird“, sagt Gudrun Hornemann.

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