200 Musikschüler zum Geburtstag

Phänomenta wird zur riesigen Konzertbühne

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Mit Pauken und Trompeten wird der Tag der Musik in der Phänomenta eröffnet.

Mindestens 90 Vorspiele in Form von Klassenvorspielen, Konzerten oder solchen mit Kooperationspartnern im Jahr – das ist eines der Ziele, die sich die Musikschule Lüdenscheid gesetzt hat. Ein weiteres: Die Musikprojekte in den Schulen und Kindergärten der Bergstadt sollen die Anzahl von 10 nicht unterschreiten. Darüber informierte Musikschulleiterin Katja Fernholz-Bernecker die Mitglieder des Schulausschusses in ihrer jüngsten Sitzung.

Lüdenscheid - 90 Vorspiele pro Jahr mussten mit Blick auf die Pandemie auf 14 zurückgefahren werden. Auch das Aussetzen von Chören und Schulchören schmälerte die Musikschul-Bilanz. Eine beachtliche Liste der Projekte in den Schulen und Kindergärten konnte Katja Fernholz-Bernecker vorlegen: Streicherklassen, Bläserklassen, Kinderchöre, JeKits-Unterricht, Instrumentalunterricht, ein Gitarren-Ensemble und ganz frisch seit Februar 2021 die „Elementare Früherziehung“ im Lüdenscheider Integrations- und Begegnungszentrum bringen Musik außer Haus und ermöglichen so auch denjenigen, bei denen die Berührungspunkte eher überschaubar sind, den Kontakt mit Klängen und Tönen.

Klingende Naturwissenschaft

In der Musikschule an der Altenaer Straße selbst stehen die Zeichen auf Proben für den „großen Tag“: Zum 25. Geburtstag der Phänomenta wird das Erlebnismuseum zu einer riesigen Konzertbühne. Am Sonntag, 26. September, widmet man sich dort der klingenden Naturwissenschaft. „Wir freuen uns wirklich sehr auf diesen Tag“, sagt Musikschulleiterin Katja Fernholz-Bernecker. Thomas Wurth (Musikschule) wird mit seiner Trompete den Tag voller Töne im Wissenschaftsmuseum vernehmlich einläuten.

Anschließend geben mehr als 200 kleine und große Musiker der städtischen Musikschule an neun Spielorten in der Phänomenta mehr als 40 Mini-Konzerte. Die Musikanten bespielen die Ausstellungsräume und Exponate mit einem groß angelegten und eigens für den Tag konzipierten Programm. Musik mit klingenden Exponaten oder ein Ensemble-Konzert mit Blick auf die Stadt Lüdenscheid lassen Töne sichtbar und Bewegung hörbar werden. „Musik bringt die Physik zum Klingen“, sind sich die Musikschulleiterin und Gert vom Schemm, Technischer Leiter der Phänomenta, einig: „Wir könnten uns nicht unterhalten, wenn es keine Schwingungen geben würde“.

Musikinstrumente im Miniformat

Man habe in der Vergangenheit nur vereinzelt musikalische Berührungspunkte gehabt. Um so mehr freue man sich jetzt zum 25. Geburtstag des Wissenschaftsmuseums auf den Tag der Musik. So wird die Phänomenta zu einer riesigen Konzertbühne. Schlagzeuger werden auftreten, Violinisten, Pianisten, Gitarristen, Cellisten, einzeln, im Duo, als Ensemble. Das Jugendsinfonieorchester der Musikschule spielt in der Welt der Strahlen und Spiegel, die BGL-Bläserklasse im Außenbereich, das Saxophon-Quartett in den „Luftbahnen“ und die Pop-Band „Repeat“ in der „Bewegten Welt“. Dazwischen werden von 12 bis gegen 16 Uhr musikalische Workshops angeboten und zusätzlich die gesamte Bandbreite der städtischen Musikschule abdecken.

Große und kleine Besucher haben die Möglichkeit, Exponate wie das Klopfophon, das Monochord und die unendliche Tonleiter auszuprobieren sowie auch originale Instrumente zu bespielen. Die Workshops bieten zudem die Möglichkeit, Musikinstrumente auszuprobieren, in klein nachzubauen und mit nach Hause zu nehmen.

Die Festwoche in der Phänomenta gibt‘s nur in abgespeckter Form.

Ursprünglich war die Veranstaltung als Startschuss in die Festwoche Ende des Monats gedacht, die mit Blick auf die Pandemie allerdings nur in abgespeckter Form stattfinden wird. Der Eintritt beträgt acht Euro für jeden Besucher. Eine Online-Reservierung ist für die Symbiose aus Klang und Wissenschaft nicht notwendig, Karten gibt es nur an der Tageskasse. Wenn’s zu voll werden sollte, handelt man in der Phänomenta gewohnt pragmatisch – dann werden Gäste vor der Tür warten (müssen), bis andere nach Hause gehen – begleitet von fröhlichen Klängen der Musiker und ihrer Lehrer.

Wer dabei sein will, hat die Möglichkeit, Exponate wie das Klopfophon, das Monochord und die unendliche Tonleiter auszuprobieren und auch originale Instrumente zu bespielen. Verschiedene Workshops bieten zudem die Möglichkeit, Musikinstrumente zu testen, in Miniaturformat nachzubauen und mit nach Hause zu nehmen.

Der Eintritt für alle Besucher beträgt an diesem Tag acht Euro. Es gelten die normalen Öffnungszeiten des Wissenschaftsmuseums. Um vorherige Online-Anmeldung wird gebeten (www.phaenomenta-luedenscheid.de), um einen Überblick über die Zahl der Gäste zu erhalten.

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