Neues Angebot: „Unterricht à la Card“

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Tiefer in die Tasche greifen müssten Musikschüler nach der neuen Satzung bei den Nutzungsgebühren für Instrumente.

LÜDENSCHEID - „Es gibt Erwachsene, die ein Musikinstrument lernen wollen, aber keine Zeit haben, am regelmäßigen Unterricht teilzunehmen“, sagt Musikschulleiter Franz Schulte-Huermann. Genau für diejenigen sei ein neues Angebot gedacht, dass das Team den Musikbegeisterten machen möchte.

„Unterricht à la Card“ steckt noch in den Kinderschuhen und muss noch diverse Ausschüsse passieren, bevor die Musikschule damit aufwarten kann. Vorgestellt wird es den Politikern des Schulausschusses am kommenden Dienstag in ihrer Sitzung. Das Modell fußt auf flexiblen Zeiten zum Lernen. Neun Mal Unterricht innerhalb eines halben Jahres, der jeweils individuell mit der Lehrkraft abgesprochen werden kann. Kosten: 300 Euro im halben Jahr. Geld, das letztendlich auch zur Haushaltskonsolidierung beitragen soll, denn im Rahmen der Maßnahmen rund um das Haushaltssicherungskonzept soll zum 1. Februar 2014 eine neue Gebührensatzung für die städtische Musikschule in Kraft treten. Mehrerträge in Höhe von 13 000 Euro für 2014 und 12 000 für 2015 sind gefordert. Die Summe für das laufende Jahr in Höhe von 8 000 Euro werden nicht durch Erhöhungen kompensiert, sondern durch weniger Aufwand.

Die Gebührenerhöhung gestaltet sich moderat. Beispielsweise wird der Preis für den Elementarunterricht von 20 auf 21 Euro erhöht, der für den Einzelunterricht von 75 auf 77 Euro, der für die studienbegleitende Fachausbildung von 85 auf 90 Euro.

Eltern, die mehrere Kinder zur Musikschule bringen, müssen sich gegebenenfalls mit der Umsetzung der neuen Gebührensatzung darauf einstellen, nicht mehr im gleichen Maße wie bisher Mehrfachermäßigungen zu bekommen. Tiefer in die Tasche greifen müssen sie auch mit Blick auf die Nutzungsgebühr für Instrumente. - rudi

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