Jeder Musikschüler kennt sie: Abschied von zwei Lehrerinnen

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Marion Fritzsche, Katja Fernholz-Bernecker und Monika Schulte-Huermann (von links) bei der Verabschiedung in kleinem Kreis. 

Lüdenscheid – Corona-bedingt in kleinem Kreise musste die Verabschiedung zweier Kolleginnen ausfallen, die über viele Jahre intensiv das Leben der Musikschule Lüdenscheid mitgeprägt haben. Marion Fritzsche war seit 42 Jahren an der Musikschule tätig und verabschiedet sich nun in den Ruhestand.

Als Lehrkraft für Akkordeon und musikalische Früherziehung hat sie mit viel Herz und Engagement Generationen von Schülern begleitet und geprägt. Gerade die jüngsten Schüler haben durch sie oft ihren ersten Kontakt zur Musik und zum Instrument erfahren und dann nachhaltig Feuer gefangen, heißt es seitens der Musikschule.

Neben allen Veränderungen der Musikschularbeit, die sich in dieser Zeit ergeben haben und denen sie immer aufgeschlossen und kreativ begegnet ist, war sie auch als Koordinatorin für Kooperationsprojekte mit Grundschulen und Kindergärten tätig und hat hier bis zuletzt, auch mit dem Jekits-Programm, vieles auf die Beine gestellt.

Ihr großes Herzensprojekt war das Akkordeon-Orchester, dass sie zu Beginn ihrer Tätigkeit aufgebaut hat und bis jetzt leitete. Sie wird dem Orchester auch weiterhin verbunden bleiben. Den kommenden Lebensabschnitt werde sie zunächst mal auf sich zukommen lassen, sagt Fritzsche.

Die andere scheidende Kollegin, Monika Schulte-Huermann, war seit Anfang 2013 an der Musikschule als Lehrkraft für Violine tätig. Als solche hat sie zahlreiche junge Geiger geprägt. Das jüngste Streichorchester der Musikschule, die „Streichhölzer“, stand in den letzten Jahren unter ihrer Leitung. Ihre Fähigkeiten brachte sie oft und gerne auch jenseits des eigenen Unterrichts ein, wenn es um das Begleiten von Schülern anderer Kollegen bei Vorspielen oder auch dem Wettbewerb „Jugend musiziert“ ging. In den letzten Jahren baute sie dann das Jekits-Projekt an der Grundschule Lösenbach federführend auf.

Nun stehen für Monika Schulte-Huermann ein neuer Lebensabschnitt und ein Umzug an: Sie zieht zu ihrem Mann Franz Schulte-Huermann ins Emsland. Der Freude über die Familienzusammenführung steht nach mehr als 25 Jahren in Lüdenscheid, der Stadt in der ihre Kinder großgeworden sind, auch ein Stück Abschiednehmen entgegen. Sie geht also mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die Musikschulkollegen waren bei der Verabschiedung sichtlich gerührt: „Solch herausragende Mitarbeiter wie euch beide lässt man nicht gerne gehen.“ Beide Kolleginnen haben sich fest vorgenommen, zu Beginn des neuen Schuljahres an der Altenaer Straße noch einmal zur Gesamt-Lehrerkonferenz zu kommen, um sich dann im größeren Kreise würdig von allen verabschieden zu können.

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