Konzert mit Bläsern und Schlagwerkern 

Musikschule Lüdenscheid feierte 50. Geburtstag

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Die Junge Bläserphilharmonie NRW gab ihr Konzert als „Geschenk“ zum 50. Musikschul-Geburtstag.

Lüdenscheid - 50 Jahre, runder Geburtstag – da kann man schon mal was tönen lassen. Und so boten Lüdenscheider Musikschüler den Gästen im Kulturhaus viel Musik. Doch auch die Gäste hatten Präsente mitgebracht, und die wiederum waren wunderbare Geschenke für die anderen Gäste an zwei denkwürdigen Feier-Tagen.

Musikschulleiter Franz Schulte-Huermann, der als Moderator durch die große Festveranstaltung führte, begrüßte die Junge Bläserphilharmonie NRW als sein „Lieblingsorchester“. Warum, wurde unmittelbar darauf deutlich: Die mehr als 60 jungen Nachwuchsmusiker aus dem ganzen Bundesland, von denen immerhin vier die Grundlagen ihrer Instrumente in Lüdenscheid erworben hatten, spielten unter der Leitung von Harry Vorselen Alfred Reed’s „Fifth Symphony for Band“ und ein „orientalisches“ Werk von Ottorino Respighi: „Belkis, die Königin von Saba. Suite für Blasorchester“. Für den langen Beifall bedankten sich die Musiker mit Leonard Bernsteins „Wonderful Town“.

Ergänzt wurde der Auftritt der Jungen Bläserphilharmonie durch Beiträge von Lüdenscheider Musikschülern: Pianist Stefan Cieslik spielte das „Prelude g-Moll Opus 23 Nr. 5“ von Sergei Rachmaninoff, die stimmstarke Natascha Winter sang zu Daniel Scholls Gitarrenbegleitung Alanis Morissette’s „Ironic“. Das machte Freude. Der Auftritt eines weiteren Duos war Anlass für eine Rehabilitierung der von Witzen verfolgten Bratscher durch Franz Schulte-Huermann. Sophia Strehmel (Violine) und Sophie Uebis (Viola) unterstrichen die Botschaft mit einer „Passacaglia“. Ein kleines Ensemble steuerte die Friedensschule bei, wo Barbara Scheidtweiler und Katja Fernholz-Bernecker eine Gitarrenklasse betreuen.

Natürlich entwickelte sich das Feld musikalischer Aktivitäten im Laufe von fünf Lebensjahrzehnten der Musikschule fort. Eher jüngeren Ursprungs ist die Abteilung für Stabinstrumente und Schlagzeug, die von Guido Pieper geleitet wird. Deren Schüler warben gemeinsam mit den Gästen der „Drums Percussion Group“ aus der Nähe von Budapest für ein weiteres Konzert am Samstag. „Percussion international“ stellte jene Musiker in die erste Reihe, die als Schlagwerker zumeist im Hintergrund philharmonischer Orchester tätig sind.

Die Trommler gratulierten auf ihre Weise.

Gemeinsam mit Schlagzeugschülern aus Drolshagen präsentierten die Lüdenscheider Werke von Komponisten, deren Namen erst nach und nach bekannter werden: Gert Bonhof, Anthony J. Cirone, Thomas Gauger, dessen „Gainsborough“ jenes Drolshagener Quintett spielte, das auch am Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ in Hamburg teilgenommen hatte. Einem haitianischen Voodoo-Tanz zur Beschwichtigung entsprungen war Christopher Rouse’ „Ogoun Badagris“. Hannah Krumm und Tobias Zorn waren an zwei Marimbaphonen die Solisten bei Matthias Schmitts „Ghanaia“.

Musikschule Lüdenscheid feiert ihren 50. Geburtstag

Eine faszinierende Vielfalt von Stilen, Techniken, Klangfarben und Instrumenten bot die „Drums Percussion Group“ aus Ungarn. Zwölf Musikschüler, die von ihrem Leiter Tivadar Stéfan mit Vollgas durch eine klassische Samba getrieben wurden – so hielt südamerikanische Ausgelassenheit Einzug. Doch die jungen Musiker konnten weit mehr: Ganz ruhig kosteten sie Klangfarben aus in einem „Lullaby“ von James Horner, und Ensemble-Mitglied Anna Kiss zeigte bei einem Werk von Blake Tyson, wie schön ein einsames Marimbaphon klingt. Dazu kamen Werke zeitgenössischer Tonsetzer, die komplexe Werke für Stabinstrumente und Schlagzeug komponierten. Nach schönen Variationen auf „Can’t help falling in Love“, „Cuba“, „Walk like an Egyptian” und einem „Brazilian Street Dance” gab es „Standing Ovations“ und eine Portion großes Bedauern für alle Daheimgebliebenen.

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