„Bohemian Rhapsody“ in der Scholl-Aula

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Die Chorgemeinschaften boten trefflichen Gesang.

Lüdenscheid - Ein pralles Programm hatte man sich am Geschwister-Scholl-Gymnasium für die musikalische Vorfreude auf die Ferien verordnet und damit die richtige Entscheidung getroffen: Frische Moderation, engagierte Solisten, Chöre und Instrumentalgruppen, dazu immer wieder kleine Glanzpunkte über den Abend verteilt.

Hinreißender Höhepunkt des Chorgesangs am Ende des Konzertes: Mup-Chor und der Eltern-Lehrer-Schüler-Chor sangen gemeinsam „Bohemian Rhapsody“. Dabei erwiesen sich die vereinigten Chöre als erstaunlich beweglich und im Vortrag höchst lebendig. Das war natürlich ein Knaller, der am Ende im allgemeinen Jubel versank.

Auch mit dem Hit der Söhne Mannheims, „Und wenn ein Lied“ sowie „Africa“ wusste der vielköpfige Chor zu gefallen. Ein kleiner technischer Trick, und schon wurde es möglich, dass David Cavaco Fernandez im Verlaufe seiner Live-Performance mit seiner elektrischen Geige zunächst die Begleitung einspielte und dann auf die abgerufene Klänge sein Melodiespiel setzte. Das Ergebnis war eine verblüffende, rhythmisch wie melodisch walzentaugliche Musik. Fernandez hatte mit Recht unter den Schülern seine Fans.

Hochkonzentriert gingen die Nachwuchsmusiker an ihre Kompositionen. - Fotos: Schwager

Am Ende fast ein wenig in Vergessenheit geraten: Das Orchester bot an diesem Abend mit „Fluch der Karibik“ einen Ohrwurm, aber dies mit hoher Güte. Da steckt mehr als treffliche Arbeit dahinter. Begeisterung und Leidenschaft, gepaart mit Fleiß und Disziplin. Mit „Wunder gescheh’n“ ließ der Mup-Chor Nena hochleben.

Auch die Einzelinterpreten konnten sich hören lassen.

Die Musical AG ließ mit dem witzig inszenierten „Cup Song“ aus „Pitch Perfect“ aufhorchen. Das Ensemble der Klasse 5a musst gleich zu Beginn auf die Bühne und machte sich an Adel Tawils „Lieder“. Viel Spaß machte auch die Klasse 8a mit „Things We Lost in the Fire“ . Locker führte die Riege der Moderatoren, Kasper Koziorz, Felix Drücker, Celine Croner, Viktor Humpert und Paul Michael über die Umbaupausen. Das Powertrio Nick Neumann, Paul Tiemann und Jonas Hafermas bot eine solistisch mit der Leadgitarre gut aufgepimpte Coverversion von „Knockin’ on Heaven’s Door“.

Aus der langen Reihe der musikalischen Beiträge blieb bei vielen Zuhörern Laura Meyers Auftritt „Soulmade“ haften. Mit der Gitarre im Anschlag marschierte sie ans Mikro und sang frei auf. Gutes Rhythmusgefühl und Fähigkeit zum Ausdruck zählen zu ihren Stärken.

Oberstudiendirektorin Antje Malychas Fazit am Ende des Konzertes „Summer Voices“ lautete denn auch „großartig“. Kein Widerspruch. - usc

Sommerkonzert "Summer Voices" des Geschwister-Scholl-Gymnasiums

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