Kleinkünstler versüßen das Warten aufs Stadtfest

Jazz it up spielte beim Warteabend als Hausband im Kulturhaus.

LÜDENSCHEID - Volkstänze, die Geschichten erzählen – dass Irish Dance nicht immer so sein muss, stellte am Abend Susanne Schickard (Fairy Dance Company) unter Beweis. Beim „Warten aufs Stadtfest“ stand kein Geringerer als Michael Jackson der Stepptänzerin mit seinem 1991 komponierten „Black or White“ musikalisch Pate. Und Susanne Schickard zeigte eine eindrucksvolle Choreographie zu seiner Musik.

Voll war's in der Garderobenhalle, als die Lüdenscheider am Abend mit dem Warten auf das Stadtfest begannen. So voll, dass Moderator Karl-Heinz Blasweiler laut darüber nachdachte, im kommenden Jahr in den großen Saal zu wechseln. In der flotten roten Sweatjacke stellte Blasweiler die Olympischen Spiele in den Mittelpunkt der Moderation und ließ, ganz Stadtkämmerer, auch hier und da politische Anspielungen und Zahlenspiele nicht aus. Viel Altbewährtes betrat beim Warteabend die Bühnenbretter. Allen voran Timothy Kahler als Zauberer, der von Jahr zu Jahr eine bessere Figur macht. Kartenspielertricks, ein Best off und immer wieder der Kontakt zum Publikum – das machte Freude. Er wolle sich um den inoffiziellen Titel als bester Künstler des Abends bewerben – durch Bestechung. Und zeigte dem verblüfften Publikum einen Zaubertrick zum Nachmachen auf der nächsten Party.

Direkt in den Mittelpunkt rückte in diesem Jahr auch die junge Formation „Jazz it up“, die quasi als Hausband nach jedem Auftritt für jazzige Unterhaltung sorgte. Die jungen Musiker lieferten Gesang und Musik und machten ohne Zweifel Appetit auf ihren Auftritt am Sonntag ab 16 Uhr auf der Bühne vor dem Extrablatt.

Und noch einer macht sich: Der junge Pianist Allesandro Pinto. Kam er im Vorjahr noch als schüchterner Teenager daher, so weiß er inzwischen den Beifall des Publikums lächelnd entgegen zu nehmen. Im Wechsel mit Lyrik von Maria Pegelow, einem „neuen Gesicht“ auf der Wartebühne, spielte er Chopin und Liszts „Liebestraum“ .

Mit Kleinkunstbeiträgen von Kurzgeschichten über Tanz, Musik und optischen Reizen unterhielten die Künstlerinnen und Künstler die mehr als 200 Gäste in der Garderobenhalle bestens. Für die Akteure war's eine gute Möglichkeit, sich mit ihrer Kunst vor großer Kulisse mal im Kulturhaus präsentieren zu dürfen, für das Publikum ein netter Abend für kleines Geld. - rudi

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