Musik kennt keine Grenzen: Lieder für Flüchtlinge

DRK-Rettungsassistent Niklas Zabel (li.) legte am Freitagabend Musik für die Flüchtlinge auf, re. Fahrdienst-Organisator Helmut Wehberg.

Lüdenscheid - Als die Flüchtlinge am Freitagabend ihr Abendessen zu sich nahmen, ertönte im Hintergrund auch leise Musik. Auf der Bühne in der Turnhalle hatte Niklas Zabel, der gerade seine Prüfung zum DRK-Rettungsassistenten bestanden hatte, seine Anlage installiert und legte Musik auf.

„Ich habe mir gedacht, dass das auch ein wenig Abwechslung und Ablenkung für die Menschen bringt“, meint der 21-Jährige, der selbst begeisterter Musiker und Cello-Spieler ist. Vor drei Jahren hatte er auf einer Party einmal Musik aufgelegt und das war so gut angekommen, dass sich danach Anfragen häuften. Inzwischen ist er schon oft als DJ unterwegs gewesen, aber es soll ein Hobby bleiben. Nach dem Bundesfreiwilligendienst und der Ausbildung zum Rettungssanitäter peilt er ein Medizinstudium an. „Aber Musik auflegen macht mir einfach Spaß.“

Nachdem er in den vergangenen Tagen natürlich auch stark eingespannt war mit der Beförderung der Flüchtlinge und bei der Unterbringung in der Hermann-Gmeiner-Schule, sollte die Musik für etwas Entspannung sorgen. „Man kann sich mit vielen relativ gut auf englisch unterhalten, und einige haben auch schon Musikwünsche geäußert. Es gibt halt viele international bekannte Lieder“, sagt Niklas Zabel. Musik kennt keine Grenzen. Auf Wunsch einer Kollegin von den Johannitern spiele er aber auch etwas von Helene Fischer, fügt er hinzu.

„Wir wollen für die nächsten Wochen noch einen Veranstaltungsplan mit verschiedenen Angeboten aufstellen“, sagt Fahrdienst-Organisator und Kollege Helmut Wehberg. Auch für die vielen Helfer, die sich über die Maßen für die Flüchtlinge engagieren, eine willkommene Abwechslung. Derweil verteilten Simone Geier und eine Mitarbeiterin eifrig Teller mit Abendbrot, Salat und Obst. 

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