Mehrbedarf: 380.000 Euro

Museums-Dauerausstellung wird deutlich teurer

Glas-Stahl-Gebäude
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Neue Nachrichten gab es im Finanzausschuss aus den städtischen Museen.

Die neue Dauerausstellung im Museum der Stadt wird deutlich teurer als ursprünglich kalkuliert. Angelika Rieck aus dem Objektmanagement der Zentralen Gebäudewirtschaft (ZGW) stellte am Montag im Haupt- und Finanzausschuss auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die finanzielle Situation dar.

Lüdenscheid - „Bei einem Budget von 2,5 Millionen Euro gehen wir im Moment nach den Analysen von einer Überzeichnung von 15 Prozent aus“, stellte Rieck im Ratssaal fest. 380 000 Euro wird man demnach nach aktuellem Erkenntnisstand mehr benötigen. Allerdings, so Rieck, könne dies faktisch erst dargestellt werden, wenn die Planung begonnen habe. Mit anderen Worten: Diese 380 000 Euro sind aktuell eine eher grobe Schätzung, die sich im nächsten Jahr erst bestätigen muss.

Allerdings stellte Rieck auch eine Fördermöglichkeit für die Ausstellung in Höhe von 450 000 Euro in den Raum. Damit wäre man nach aktuellen Schätzungen mit der ursprünglichen Finanzplanung dann wieder gut im Rennen.

Rieck sprach über das vergangene Jahr im Bausektor als ein „Explosionsjahr“. Der Baupreisindex sei 2021 im Vergleich zum Jahr 2017 ums Doppelte teurer geworden. „So haben vier Jahre Nichtstun auch zu dieser Verteuerung geführt“, stellte Rieck fest, „wir werden 2022 sehen, wo wir stehen.“ Planungsleistungen und Ausschreibungen werden dann warten.

Norbert Adam (CDU) machte seinen Standpunkt deutlich, nämlich den, dass sich die höheren Kosten für bauliche Maßnahmen bei der Ausstellung nicht auf die Inhalte auswirken dürften. Hier pflichteten ihm die anderen Politiker bei. Auch Andreas Stach (Bündnis 90/Die Grünen). Stach erklärte, dass es ihm mit dem Antrag nicht um Kritik an den Kosten für die Ausstellung gegangen sei, sondern vielmehr um Transparenz.

„Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht zu wissen, was es kosten wird“, sagte Stach. Und zwar nicht erst beim nächsten Kulturausschuss im Januar 2022, wenn die Verabschiedung des neuen Haushalts schon bald vor der Tür stehe. Dasselbe gelte für die personelle Planung. Hier allerdings wusste die Verwaltung noch nichts sehr Konkretes zu berichten. Es werde geprüft, welche Stellen geschaffen werden müssten – und dies werde dann auch der Politik vorgestellt, erklärte Jessica Struckmeier, Leiterin des Fachdienstes Kultur, Museen, Galerie und Archiv.

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