Verzehr und Verzicht

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Letzte Hand angelegt wird an die Glasscheiben.

Lüdenscheid - Neutralität ist das oberste Gebot der Ausstellung: Ab Sonntag zeigt der Landschaftsverband Westfalen-Lippe in den Museen der Stadt am Sauerfeld die Ausstellung „Darf’s ein bisschen mehr sein?“. Der Titel sei angelehnt an den Satz, den der Fleischer früher an der Theke fragte, bevor er dem Kind ein Stückchen Wurst hinüber reichte, erklärt Verena Burhenne, die Kuratorin der Ausstellung.

Zu sehen ist für die kommenden acht Wochen auf Stelltafeln und mit ausgesuchten Exponaten die Gegenüberstellung von Fleischverzehr und Fleischverzicht. Die Ausstellung versucht, einen Beitrag zur Sensibilisierung der Besucher hinsichtlich ihres Fleischkonsums zu leisten, heißt es in der Einladung. So empfängt den Besucher im vorderen Teil auf grünen Stelltafeln ein Blick in die Geschichte der veganen Ernährung. Der hintere Teil in flammendem Rot ist ausgerichtet auf die Entwicklung der Nutztierhaltung, des Metzgerhandwerks und des Fleischverzehrs. In den Vitrinen finden sich zum Teil martialische Geräte, mit denen Nutztiere im Laufe ihres Lebens Bekanntschaft machen, greifbare Hinweise auf die körperliche schwere Arbeit bei der Verarbeitung von Fleisch, aber auch Schmankerln wie getrocknete Insekten, um bei fleischloser Ernährung den Eiweißgehalt zu kompensieren.

Die Ausstellung wird zum einen begleitet von einem bebilderten Katalog (16 Euro), zum anderen flankiert von einem Rahmenprogramm. Thomas Wewers wird am 28. Mai (18 Uhr) als Theaterpädagoge und Clown in den Museen Wissenswertes aus der Welt der Veganer vorstellen. Am 21. Juni erläutert die Diätassistentin Michaela Knitter die „5-Elemente-Ernährung“ der chinesischen Medizin. Die Teilnahme an den Vorträgen kostet jeweils drei Euro. Die Ausstellung wird am Sonntag um 11.30 Uhr eröffnet. Es sprechen Dr. Eckhard Trox und die Leiterin des LWL-Museumsamtes für Westfalen, Dr. Ulrike Gilhaus. Den Einführungsvortrag übernimmt Kuratorin Verena Burhenne, die Eröffnung ist öffentlich. - rudi

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