Müllentsorgung 4.0: Dieser Abfalleimer "denkt" mit

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Der intelligente Abfallbehälter an seinem neuen Standort an den Gleisen am Bahnhof, direkt am Taxistand.

Lüdenscheid – Die erste Probephase hat der intelligente Abfallbehälter, der schon seit April am Bahnhof steht, überstanden. Allerdings nicht optimal.

Denn genutzt wurde er nicht so häufig, wie es sich die Mitarbeiter des STL (Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb) erhofft hatten, sagt Andreas Fritz als stellvertretender Werksleiter. 

Deshalb wurde der Container nun versetzt – zwar innerhalb des Bahnhofsgeländes, aber in die Nähe des Taxistandes, „wo er vielleicht besser angenommen wird“. 

Sonnenenergie und Effizienz

Zur Erinnerung: Der Abfallbehälter wird mit Sonnenenergie betrieben. Die STL-Mitarbeiter können an ihren Computern nachvollziehen, wie viel Müll in darin gelandet ist. Er fasst 120 Liter. Und noch mehr: Er zeigt auch die Anzahl der Einwürfe, Pressungen und die Power an. 

Die Pressungen sorgen dafür, dass dort viel mehr Müll hineinpasst als in die kleinen Behälter – etwa 16 mal so viel, wie Fritz sagt. Damit spare der STL auch Leerungen, denn die Abfallsammlung könne effizienter geplant werden. 

Teure Anschaffung

Technisch funktioniere der Mülleimer einwandfrei, sagt Fritz. „Die Stromversorgung läuft immer gut und wir haben auch sonst keine Störungen.“ In der Probephase gehe es aber auch darum, herauszufinden, wie die Neuerung ankommt und für welche Standorte in Lüdenscheid sich eine Anschaffung lohnen könnte. 

Am Bahnhof war ein Behälter dieser Größe anscheinend nicht nötig, am Taxistand am Gleis könnte die Resonanz laut STL besser ausfallen. Immerhin kostet ein Abfallbehälter 5340 Euro. Für die Probephase – die ungefähr um ein Vierteljahr verlängert wird – mietet der STL ihn zum Preis von 180 Euro monatlich. 

Weitere Mülleimer im Innenstadtbereich

In Frage käme eine Installation weiterer Mülleimer beispielsweise an stark frequentierten Stellen im Innenstadtbereich, sagt Fritz. Wie oft genau der intelligente Abfallbehälter seit April genutzt wurde, konnte Fritz auf Nachfrage zwar nicht sagen. In der Übersicht sei aber erkennbar, dass die Füllstände im Juni „recht gut“ und im Juli „deutlich weniger“ waren, sagt er. 

Im August sei er bis zur Leerung am 28. August 134 Mal benutzt worden und war damit erst zu etwa 20 Prozent gefüllt. Geleert werden musste der Behälter von den STL-Mitarbeitern bislang maximal einmal im Monat, sagt Fritz.

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