Mülldeponie: Renaturierung liegt im Zeitplan

Die abgedeckte Drainagefläche mutet fast wie eine Marslandschaft an.

LÜDENSCHEID ▪ Tonnenweise Bauschutt- und Erdschichten werden auf der ehemaligen Mülldeponie Kleinleifringhausen verlegt und hin- und hergeschoben. Nach Angaben der Abfallentsorgungsgesellschaft Märkischer Kreis, kurz AMK, liegen die Arbeiten zur Rekultivierung der rund 14 Hektar großen Fläche im Zeitplan.

Am 31. Mai 2005 wurde die letzte Fuhre Müll auf dem riesigen Areal abgekippt. Dann begannen die Vorbereitungen zur Renaturierung. Seitdem ist immer Bewegung auf der Kippe, sobald es die Witterung zulässt. Denn bis 2016 sollen die Materialien, die zur Restaurierung der Deponie benötigt werden, verfüllt sein. Gut die Hälfte der Fläche wird im Laufe dieses Jahres verfüllt sein. Das „Sandwich“, wenn man es so nennen will, ist zwischen Boden und Deckel dick belegt: Zunächst wird als Ausgleichssschicht Bauschutt auf die Abfallfläche geschoben, dann folgt eine rund 50 Zentimeter dicke Abdichtungsschicht aus Lehm und Ton. Darauf kommt nach Angaben der Techniker noch Kies als Entwässerungsschicht. Der Deckel, der dies alles verschließt, ist dann mindestens einen Meter dick und besteht aus Erde aus der heimischen Region. Verständlich, dass bei einem so aufwendigen Verfahren immer Bewegung auf der Kippe ist. Außerdem werden nach Fertigstellung 13 sogenannte Entgasungsbrunnen auf dem Gelände verteilt sein. Die ausweichenden Methangase werden über Leitungen zum Abbrennen in eine Fackelanlage geführt.

Der so dick begrabene Müll lebt also noch. Daher dauert es nach der geplanten Fertigstellung der Rekultivierung im Jahr 2016 noch drei Jahrzehnte – also bis 2046 – bis das renaturierte Gelände für alle begehbar ist.

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