Motorsägenlehrgang für Feuerwehrleute

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Unter Anleitung von Thomas Brauckmann (l.) wurden die Stämme in den Spannungssimulator gespannt.

Lüdenscheid -  Immer wieder heulte am Wochenende die Motorsäge im Wald südlich von Altenlüdenscheid: In mehreren Gruppen nahmen dort insgesamt 17 Leute aus vier Löschzügen der Freiwilligen Feuerwehr Lüdenscheid an einem Motorsägenlehrgang teil.

Ausgebildet wurden sie von einem Mann aus den eigenen Reihen: Der gelernte Forstwirt Thomas Brauckmann ist als Brandoberinspektor an der Hauptwache in Lüdenscheid tätig. Organisiert wurde der Lehrgang vom stellvertretenden Wehrleiter Jürgen Flemming.

Spätestens seit den Folgen von Kyrill dürfte allgemein bekannt sein, wie gefährlich der Umgang mit der Motorsäge ist. Aber für Feuerwehrleute, die gerufen werden, um umgestürzte Bäume beispielsweise von Straßen zu entfernen, gibt es ganz andere Herausforderungen und Gefahrenpotenziale als für Forstleute oder ausgebildete Privatleute, die die Motorsäge zur Holzernte nutzen. Entsprechend machte Brauckmann seine Schüler darauf aufmerksam, unter welcher Spannung ein umgestürzter Baum steht und wie dann die Säge angesetzt werden muss, um niemanden zu gefährden. Eigens dafür wurde ein Spannungssimulator von der Forstschule Arnsberg ausgeliehen.

Im Einsatz, wenn es schnell gehen muss und vielleicht auch Nässe und Dunkelheit als erschwerende Faktoren hinzukommen, geht es außerdem darum, darauf zu achten, sich nicht gegenseitig in Gefahr zu bringen, wenn gleichzeitig Äste entfernt und der Stamm zersägt wird.

Ziel der Lehrgänge ist es, in allen Lüdenscheider Löschzügen ausreichend Einsatzkräfte zu haben, die an der Motorsäge ausgebildet sind, damit sie sich im Notfall abwechseln können. Denn ein Gefahrenpotenzial ist auch die Überanstrengung. Der Dank der Feuerwehr gilt Alhard Graf von dem Bussche-Kessell, der den praktischen Teil der Lehrgänge in den Wäldern von Schloss Neuenhof ermöglicht und auch Holz zur Verfügung gestellt hat. - gör

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