Jugendgewalt in Lüdenscheid

Mordversuch: Schüler stechen 16-Jährigen in die Lunge

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Symbolbild

Lüdenscheid - Alles nur für ein Handy? Zwei Jugendliche lauerten in Lüdenscheid einem 16-Jährigen auf. Dann zückte der der Ältere der beiden ein Messer.

Bei einem bewaffneten Raubüberfall auf dem Kreuzweg zwischen der Werdohler Straße und der Elsa-Brändström-Straße wurde am Abend des 27. September ein 16-jähriger Lüdenscheider durch einen Messerstich schwer verletzt.

Ab Montag verhandelt die 1. große Jugendkammer am Hagener Landgericht gegen zwei Schüler – einen 17-Jährigen aus Werdohl und einen 15-Jährigen aus Lüdenscheid. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen einen versuchten Mord in Tateinheit mit versuchtem besonders schweren Raub und gefährliche Körperverletzung vor.

Die beiden Angeklagten sollen ihrem Opfer auf dem Fußweg aufgelauert und es auf dessen Handy abgesehen haben. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass der 17-Jährige mit einem Messer auf den Jungen eingestochen und dessen Lungenfell verletzt hat. Dennoch konnte der Schüler fliehen und wurde ins Klinikum gebracht. Er tritt in dem Verfahren als Nebenkläger auf und lässt sich von Rechtsanwalt Henning Weißgerber vertreten.

Die Angeklagten werden von Dr. Frank Nobis aus Iserlohn sowie den Rechtsanwälten Christina Moll und Marc Seuster verteidigt. Der Prozess unter Vorsitz von Richter Jörg Weber-Schmitz wird nicht öffentlich geführt. Es sind vier Verhandlungstage geplant.

Das Urteil wird für den 3. April erwartet.

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