Tot im Dortmund-Ems-Kanal

Mordopfer wollte nach Lüdenscheid ziehen

14. Juli, 23.30 Uhr: Einsatzkräfte ziehen den gemieteten Golf mit dem Toten aus dem Dortmund-Ems-Kanal.

Lüdenscheid - Nach dem Mord an einem 24 Jahre alten Mann aus Weeze laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Münster weiter auf Hochtouren. Wie sich jetzt herausstellte, war der junge Mann im Begriff, seinen Wohnort nach Lüdenscheid zu verlegen.

Von Olaf Moos

Er war zwar noch nicht dort gemeldet, aber nach Angaben von Staatsanwalt Heribert Beck hatte er sich schon provisorisch in einer Wohnung an der Parkstraße eingerichtet.

Der Mann aus Weeze am Niederrhein war am späten Abend des 14. Juli in Münster tot aus dem Dortmund-Ems-Kanal geborgen worden. Er saß erstochen in einem silbernen VW Golf, der vom ADAC gemietet worden war und Aufkleber des Clubs auf den Türen hatte. Mit diesem Auto war er am Nachmittag auch in Lüdenscheid unterwegs.

Lesen Sie auch:

Münster: Leiche in Auto aus Kanal geborgen

Leiche im Kanal: Vor Mord in Lüdenscheid gesichtet

Wie die Münsteraner Polizei mitteilt, verließ das spätere Mordopfer die Wohnung an der Parkstraße gegen 17.30 Uhr. Angeblich sichtete ein Zeuge den Wagen später auf dem Pendlerparkplatz an der Autobahn-Auffahrt Nord. Eine gründliche Spurensuche der Fahnder verlief ergebnislos.

Wie Staatsanwalt Beck weiter bestätigte, handelt es sich bei dem 24-Jährigen mit dem Mietwagen um einen Hartz-IV-Empfänger. Vor seinem Verschwinden habe er sich von seiner Lebensgefährtin getrennt. Dabei soll es nach letzten Erkenntnissen auch zu häuslicher Gewalt gekommen sein. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02 51 / 275-0 entegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare