Montagsdemo gegen Atomkraft auf Sternplatz

LÜDENSCHEID ▪ Tensing Radermacher gehört keiner Partei an. Am Montag feierte der Brügger seinen 21. Geburtstag und verbrachte einen Teil davon auf dem Sternplatz. Ihm war es wichtig, für den Ausstieg aus der Atomindustrie zu demonstrieren.

„Die Atomkraft ist keine sichere Energie. Sie bedroht auch mein Leben. Mit ist klar, dass ein Ausstieg nicht von heute auf morgen möglich ist. Aber mit dem entsprechenden politischen Willen wäre es in fünf Jahren möglich. Das Geld ist da“, ist er überzeugt. „Wann, wenn nicht jetzt?“ – diese Frage stellten gestern auf dem Sternplatz rund 100 Demonstranten, die mit einer Mahnwache gegen die Atomkraft protestierten. Den Aufrufen der Grünen Jugend Lüdenscheid und der Bürgerinitiative Lüdenscheider Montagsdemo hatten sich weitere Verbände, Parteien und Vereine angeschlossen, unter anderen Gewerkschaften, die evangelische Kirche, die Grünen, die SPD, die Linke, die Marxistisch-Leninistische Partei, aber ebenso parteilose Menschen, die angesichts der Katastrophe in Japan ein Zeichen setzen wollten.

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Demo gegen Atomkraft

Auch Bürgermeister Dieter Dzewas meldete sich zu Wort: Bis zur Reaktorkatastrophe in Tschernobyl habe er geglaubt, die Atomenergie sei beherrschbar. Doch diese Meinung habe er längst revidieren müssen. „Sie ist nicht beherrschbar, und würde darüber unbürokratisch und offen informiert, wäre der Protest schon längst viel breiter.“

Dieser Protest muss anhalten, waren sich alle einig und so soll die Mahnwache immer montags fortgeführt werden. Hermann Morisse von den Grünen will für Samstag eine Fahrt zur Großdemo nach Köln organisieren.

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